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Die Zeit der Provisorien ist vorbei

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Im Dreisprung haben sie das Ziel erreicht. Nach insgesamt zwölf Jahren mit Provisorien bezogen die Jugendlichen Neckarwestheims am Samstag ihr neues, schickes Quartier am Ländelweg. In rund einem Jahr Bauzeit hatte die Gemeinde für rund 660.000 Euro, einschließlich der Außenanlagen, ein neues Haus mit 260 Quadratmetern Nutzfläche errichten lassen. Beim Bau hatten die neuen Hausherren kräftig mit Hand angelegt und etwa die wuchtige Theke, der Stolz des Vereins mit dem Namen "Block III“, selbst gebaut.

Von den Anfängen des Jugendhauses im Erdgeschoss des Alten Rathauses, die nicht so recht gelingen wollten, über das Provisorium von fünf gelben Containern im Gebiet "Ländel“ bis zum neuen in Braun und Grün gehaltenen Heim gleich daneben schilderte Bürgermeister Jochen Winkler die Entwicklung des Treffs für die jungen Bürger der Gemeinde. Er vergaß auch nicht die teils heftigen Diskussionen im Gemeinderat zu erwähnen, die sich sogar um Einzelheiten gedreht hatten, etwa ob die Stromleitungen unter Putz gelegt werden sollten. Die Mehrheit war dagegen. 

Umdenken

Ursprünglich, erinnerte sich Winkler, hatte die Verwaltung an eine Nutzung des Geländes der früheren Neuapostolischen Kirche gedacht, auf dem sich heute die Kinderkrippe befindet. Dann aber entschied sich die Gemeinde für ein Jugendhaus im Gewann Ländel neben dem "Treff-3-Markt“. Fünf Container wurden gemietet, in denen sich die Jugendlichen samt Betreuerin eng, aber häuslich einrichteten. 

Bald aber kam der Wunsch auf, anstelle der "Jugend-Herberge“ ein größeres Haus zu bauen. Nach etwas mehr als einem Jahr steht nun der neue Jugend-Treff und wurde von den künftigen Bewohnern mit einem kleinen Fest in Besitz genommen. Die Mithilfe der Jugendlichen beim Bau hob Architektin Monika Eppmann vom Abstatter Büro Mattes und Eppmann hervor. Das Jugendhaus verfüge nun über zwei Räume für verschiedene Aktivitäten und – als hübscher kleiner Gag – über eine Fenster-"Sitzkiste“ zum Hinausschauen und Meditieren.

In die Jugendarbeit zu investieren, mache großen Sinn, sagte die Vertreterin der Arbeiterwohlfahrt, Severin Blasmann. Dank sagte sie der bisherigen Leiterin der Jugendarbeit in Neckarwestheim, Josephine Rauner. Und sie begrüßte ihre Nachfolgerin Melanie Stauner.

Finanzspritze

Thomas Dobler von der Kreisjugendpflege zeigte sich beeindruckt von dem neuen Gebäude für die Jugend: "Tolles Haus“. Er wünschte den künftigen Bewohnern "ganz viel Spaß“ und überbrachte eine "kleine Finanzspritze“.

Stolz wies Lukas Fleischmann, der neue Vorsitzende des Vereins "Block III“, darauf hin, dass die Theke von den Mitgliedern selbst gebaut worden sei. Für die Unterstützung dankte er vor allem dem bisherigen Bürgermeister Mario Dürr seinem Nachfolger Jochen Winkler, den Rathausmitarbeitern und nicht zuletzt der seitherigen Jugendhaus-Managerin Josephine Rauner. "Sie hat uns ein Stück weit zu aktiven Menschen gemacht.“

Die Mädchen der Hip-Hop-Gruppe tanzten vor der Terrasse des Jugendhauses trotz Dezemberkälte mit Elan ihre Tänze. Fürs leibliche Wohl der Einweihungsgäste hatten die Aktiven des Jugendclubs selbst gesorgt mit Getränken und Roter Wurst im Wecken

Verbesserung 

Die Neckarwestheimer Jugendlichen haben sich in puncto Unterkunft deutlich verbessert. Von der Kreisstraße aus, scherzte die Vorsitzende der Jugendhilfe bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Heilbronn, Severin Blasmann, könne man denken, in den gelben Containern des alten Jugendheims habe sich die Post angesiedelt. Jugendarbeit, erinnerte sie die Besucher der Einweihungsfeier, sei viel mehr, als einen Raum und Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Jugendarbeit sei Begleitung ins Leben

 

 

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