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Schöne Tradition nach fast sechs Jahrzehnten

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Auch nach fast sechs Jahrzehnten hat das Weihnachtsliederspielen der Musikvereinigung Leingarten (MVGL) nichts von seiner Faszination eingebüßt. Rund 250 Besucher genießen am ersten Feiertag rund um die große, beleuchtete Tanne auf dem Vorplatz der Schluchterner Martin-Luther-Kirche die musikalischen Weihnachtsgrüße und geizen nicht mit Beifall. "Bei vielen Familien ist es am ersten Weihnachtsfeiertag Tradition, sich mit Freunden und Bekannten beim Weihnachtslieder-Spielen zu treffen“, meint Dieter Weller. „Schnee können wir leider auch in diesem Jahr nicht bieten“, so der dritte MVGL-Vorsitzende.

Mitsingen

Unter der Leitung von Michael Gräsle lassen die Musikerinnen und Musiker dann eine schöne Auswahl alter Weihnachtslieder erklingen, die die Gäste zum Mitsingen animieren.

"Herbei o ihr Gläubigen“, "Vom Himmel hoch, da komm ich her“, "Tochter Zion“, "O du fröhliche“ und zum Abschluss des Vortragsreigens "Stille Nacht“, hallt es über den Platz. Das von Gräsle arrangierte Weihnachtsmedley "Alle Jahre wieder“ bildet den stimmungsvollen Auftakt. Bei Temperaturen um sechs Grad ist auch der Glühweinstand stets umlagert. Wie immer schenkt die MVGL-Akkordeonabteilung aus. 

Nachdenklich

Die evangelische Kirchengemeinderätin Karola Hartmann hat die nachdenkliche Geschichte von einem sehr alten, kleinen Wichtel parat, der schon unzählige Male Weihnachten erlebt hat: In jungen Jahren ging er in der Adventszeit oft ins Dorf, um die Menschen mit kleinen Geschenken zu überraschen. Lange war der Wichtel nicht mehr dort. Doch in diesem Jahr will er wieder einmal die Einwohner besuchen. Das Männchen macht sich auf den Weg, setzt sich vor das große Kaufhaus in der nahegelegen Stadt und beobachtet das hektische Treiben der Vorbeieilenden. Bald hat er genug von den Menschen, die scheinbar keine Zeit haben, und geht zu dem alten Dorf, wo er früher gern gewesen ist. Damals schaute der Wichtel während der Adventszeit gerne durch das Fenster seines Lieblingshauses. Er sah die Mutter und Großmutter Plätzchen backen und wie der Großvater den Kindern Geschichten erzählte, die es kaum erwarten konnten, bis ihre Mutter die mit Weihnachtsschmuck gefüllte Kiste vom Speicher holte. Aber das ist lange her, und es waren andere Zeiten.

Noch unter dem Eindruck dieser Gedanken, blickt der Wichtel auch heute durch das Fenster des Hauses und entdeckt die Familie, die um den Adventskranz sitzt, während der Vater den Kindern vorliest. "Nanu“, denkt der Wichtel: "Eine Familie, die nicht durch die Straßen hetzt. Ja, heute sind andere Zeiten, aber auch heute finden Menschen füreinander Zeit.“ Dem kleinen Wichtel wird es ganz warm ums Herz und schleicht leise dorthin zurück, woher er gekommen ist.

 

 

 

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