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Stadtsiedlung baut auch Schlüsselprojekt

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Für das Schlüsselgrundstück im Neckarbogen hat sich ein Investor gefunden: Die Heilbronner Stadtsiedlung baut das neunstöckige Holzhybridhaus am Eingang zum Modellquartier. Die Wüstenrot Wohnbau hatte sich im November überraschend von dem für die Stadtausstellung wichtigen Projekt zurückgezogen.

Nach dem Kinderhaus und einem weiteren Gebäude realisiert die kommunale Wohnbaugesellschaft ihr drittes Objekt im Neckarbogen. "Ich freue mich, dass sich die Stadtsiedlung ein so ehrgeiziges Projekt zutraut", sagte Oberbürgermeister Harry Mergel bei der Präsentation. Ein Holzhybridbau mit neun Stockwerken gilt als besonders innovativ.

Sechs Konzepte prüfte die Baukommission, und der Gemeinderat folgte einstimmig der Empfehlung für die Stadtsiedlung. Ausschlaggebend war deren Nutzungskonzept: In dem Hochhaus werden ausschließlich Mietwohnungen entstehen; 60 überwiegend kleinere Einheiten. "Damit schaffen wir es auf einen Anteil beim Mietwohnungsbau von 35 Prozent", freute sich Hanspeter Faas, als Geschäftsführer der Bundesgartenschau auch für die Stadtausstellung zuständig.

Soziale Mischung

Die Buga-Verantwortlichen waren aktiv auf die Stadtsiedlung zugekommen. "Wir sind erst seit drei Wochen im Spiel", sagte Geschäftsführer Robert an der Brügge. Er sieht in dem Projekt die Gelegenheit, die von Bürgern gewünschte stärkere soziale Mischung in dem neuen Wohnquartier zu realisieren. Über Landesmittel sollen sogar bis zu 40 Prozent der Wohnungen gefördert werden. Gerade bei kleineren Wohnungen sieht an der Brügge in Heilbronn eine starke Nachfrage. Fest steht auch: Die Stadtsiedlung muss den Bau mit Eigenkapital quer finanzieren: "Allein über die Miete reicht es nicht."

Der kurzfristige Einstieg in das dritte Projekt sei möglich, weil die Stadtsiedlung bereits einen Holzhybridbau im Badener Hof baut. Das mit der Planung beauftragte Berliner Architekturbüro Kaden & Lager hat zudem Erfahrung mit der Bauweise. An der Brügge kann sich zudem vorstellen, ein anderes Projekt zeitlich nach hinten zu schieben.

Nachfolger

OB Mergel sieht den Neckarbogen auf einem guten Weg. In nichtöffentlicher Sitzung hat der Gemeinderat bei 20 der 22 Grundstücke eine Verkaufsentscheidung getroffen. Sie gehen alle an die im Investorenauswahlverfahren bestimmten Investoren. Für das Baufeld I liegen die Bauanträge bereits vor, dort sind es mit Kruck & Partner, der Baugruppe Apollo und dem Siedlungswerk nur drei Investoren. Baubeginn ist spätestens Ende Juli.

Auch für das ökumenische Projekt hat sich eine Lösung gefunden – die Kirchen hatten im Dezember ihren Ausstieg aus dem Neckarbogen verkündet. Die Paulus Wohnbau aus Pleidelsheim, als Investor bereits mit einem Gebäude im Baufeld J vertreten, übernimmt die Pläne des Heilbronner Architekturbüros Müller: Die Optik nach außen bleibt gleich. Einen Raum der Stille wird es allerdings nicht mehr geben. Für das neue Nutzungskonzept im Erdgeschoss ist Erwin Paulus mit einem Friseur aus der Innenstadt im Gespräch. In den oberen Etagen entstehen 45 Studentenappartements.

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