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Über zwei Instanzen haben sich die Gerichte mit einer Schlägerei in einer Schwäbisch Haller Diskothek beschäftigt, in die mehrere junge Männer aus Hohenlohe verwickelt waren. Das Heilbronner Landgericht korrigierte jetzt das Urteil des Haller Amtsgerichts.

Erfolgreich hat ein 23-jähriger Gebäudereiniger aus Künzelsau gegen ein Urteil des Haller Amtsgerichts Berufung eingelegt. Er war wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden, weil er am 8. März vergangenen Jahres einen Gast aus Öhringen in der Haller Diskothek "Move Club" geschlagen und angeblich getreten hatte (wir berichteten). Nur sein – bereits verurteilter – Bruder habe zugetreten, nicht er selbst, beteuerte der mehrfach vorbestrafte Künzelsauer.

Mehr Zeugen

Die Berufungskammer des Heilbronner Landgerichts prüfte den Fall an zwei Verhandlungstagen genau und vernahm mehr Zeugen als zuvor das Haller Amtsgericht. Bei seiner Befragung musste der unterlegene 24-Jährige aus Öhringen einräumen, nicht gesehen zu haben, wer genau ihn getreten hatte.

Nicht sichtbar

Er hatte nach dem Angriff auf dem Bauch gelegen und seinen Kopf mit den Händen geschützt. Der Öhringer hatte bei dem Vorfall keine sichtbaren Verletzungen erlitten, sich aber dennoch im Öhringer Krankenhaus untersuchen und röntgen lassen. Die Ärzte hatten aber nichts Auffälliges festgestellt und dem Mann lediglich Schmerztabletten verordnet.

Die Berufungskammer änderte das Haller Urteil und verurteilte den angeklagten Künzelsauer nur wegen der Faustschläge, die er gegen sein Opfer ausgeteilt hatte. Die gefährlichen Tritte seien nicht bewiesen, so der Richter.

Strafmaß

Das Strafmaß des Haller Amtsgerichts wurde deswegen nach unten korrigiert. Statt sechs Monaten Haft auf Bewährung (Haller Amtsgericht) entschied das Berufungsgericht auf eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 20 Euro, also 800 Euro.
 

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