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Kurs auf 2019

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Eine Steigerung von neun Prozent hat das Heilbronner Science Center Experimenta bei den Besucherzahlen im vergangenen Jahr erreicht. 168 000 Besucher kamen 2015 in den früheren Hagenbucher am Neckar. Im letzten Sommer wurde die Rekordmarke mit einer Million Besucher seit dem Start vor fünf Jahren und acht Monaten überschritten. "Diese Entwicklung hätte niemand bei der Eröffnung für möglich gehalten", sagte Experimenta-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Hansch gestern bei der Jahrespressekonferenz der Heilbronner "Lern- und Erlebniswelt". Die Zahlen sind ihm Beweis genug, dass die Entscheidung für den Neubau des Science Centers richtig war.

Der positive Trend hält 2016 an: In der Faschingsferienwoche kamen 8000 Besucher – die Einrichtung war damit an ihrer Kapazitätsgrenze. Auch die Labore waren im vergangenen Jahr besser frequentiert als zuvor. 15 000 Schüler besuchten 842 Kurse.

Das Spektrum spricht Nutzer vom Kindergartenalter bis zum Abiturienten an, mehr als früher auch nachmittags. Inzwischen gibt es eine Vereinbarung mit acht Heilbronner Schulen, die in der Ganztagsbetreuung mit der Experimenta kooperieren. Die Einrichtung versteht sich selbst als "außerschulischen Lernort", so Hansch.

Grabungen

Mit dem Neubau will das Experimenta-Team die Besucherzahlen und das Einzugsgebiet beträchtlich steigern. Noch bis Ende März werden die archäologischen Grabungen auf dem Gelände die Bauleute bremsen. Nach dem Rückzug der Historiker kann der Rohbau des millionenschweren Science Centers ohne Behinderungen stattfinden. Die Funde haben den Terminplan um viele Monate verzögert, nun drängt die Zeit: Ende 2018 soll der Neubau fertig sein – pünktlich zur Buga 2019.

Ab Sommer 2017 wird die Experimenta ihre Türen schließen müssen. Denn auch das Bestandsgebäude in den Hagenbucher-Klinkerbauten muss umgebaut werden. Alt- und Neubau werden zudem durch unterirdische Bauten verbunden. "Die Experimenta wird in dieser Zeit aber nicht von der Bildfläche verschwinden", sagt Wolfgang Hansch. Es werde mobile Experimenta-Angebote an anderen Standorten geben.

Bundesgartenschau und Experimenta werden kooperieren, wenngleich die Zusammenarbeit nicht so weit geht, dass es eine Eintrittskarte für beide geben wird. Auf dem spektakulären Neubau des Science Centers von den Stararchitekten Sauerbruch & Hutton wird eine Aussichtsplattform den unverstellten Blick auf das Gartenschaugelände bieten.

Gemeinsam treten Buga, Experimenta und Stadt in diesem Jahr bei der Landesgartenschau (Laga) Öhringen auf. Während die Buga in den Außenanlagen präsent ist, wird es in einem Pavillon eine Ausstellung und Kurse der Experimenta geben. Heilbronn will sich als eine Stadt im Aufbruch präsentieren.
 

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