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Blick von außen

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Naja, Top 37, möchte man sagen. Das ist nicht gerade auf den ersten Rängen. Aber bei der Platzierung des Eduard-Mörike-Gymnasiums (EMG) im Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis geht es um mehr: Denn die Auszeichnung ist ein Ergebnis aus vielen Projekten, die Lehrer der Schule in den vergangenen Jahren initiiert haben. Aus Preisen, die Schüler und Lehrer für ihre Leistung und ihr Engagement bekommen haben. Und in der Summe ein Ergebnis der gelungenen Schulentwicklung der vergangenen Jahre, bekräftigen Schulleiter Roland Götzinger und Dr. Michael Marker, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit am EMG.

Kriterien

Für beide ist die Bewertung der Jury beim Deutschen Schulpreis auch deshalb von Bedeutung, weil es ein "Blick von außen" ist, wie Rektor Götzinger formuliert. Unterrichtsqualität, Klima, aber auch Leistung wurden gewertet. Unter anderem durch Gutachten externer Partner der Schule, beispielsweise der Motor-Service-International als Unternehmen, oder von Sabine Steindorf als Elternbeiratsvorsitzender. "Unter die ersten 50 zu kommen, ist ein guter Erfolg", meint auch Michael Marker.

Immerhin 80 Schulen hatten sich beworben für den Preis, der von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof-Stiftung im Kooperation mit der ARD und dem Stern verliehen wird. Top 37 sage auch nur aus, eine der Schulen zu sein, die auf einem der Plätze 18 bis 37 gelandet sind. Den Siegern überreichen Bundespräsident oder Bundeskanzlerin die Auszeichnung.

Als Gymnasium teilzunehmen ist eine besondere Motivation gewesen, fügt Marker hinzu. "Sich überhaupt zu bewerben, ist schon ein wichtiger Schritt." Denn die meisten Teilnehmer sind offene Ganztagsschulen, die oft in sozialen Brennpunkten integrative pädagogische Arbeit leisten. Das EMG hat sich seit 2001 in vielerlei Hinsicht entwickelt. "Schule darf nicht stillstehen, Schule ist eine lernende Institution", betont Schulleiter Götzinger. Seit 2010 sei das EMG dabei, seine innere Entwicklung voranzutreiben. "Wir mussten uns erst etablieren." Jeder Preis bei einem Wettbewerb sei eine Bestätigung für die Schulgemeinschaft, den Träger und den Förderverein – eine Bestätigung von außen. Und: Bei allem stünden eben engagierte Lehrer und Schüler dahinter ebenso wie die Eltern.

"Uns kommt zugute, dass wir gut vernetzt sind", sagt Marker. Immer mehr externe Partner kämen hinzu, der Praxisbezug motiviere die Schüler. "So lernen sie doppelt so schnell", weiß Götzinger.

Analyse

Mit einem Jurymitglied des Deutschen Schulpreises wird es ein Nachgespräch zu Stärken und Schwächen der Schule geben. "Davon erhoffen wir uns natürlich Anregungen." Ziel sei es, die Schulentwicklung kontinuierlich durchzuziehen. "Das kostet viel Zeit und Ressourcen", sagt der Rektor.

Trotzdem hat sich das EMG 2016 viel vorgenommen: eine verstärkte Zusammenarbeit im Schulzentrum, Konzepte wie Team-Teaching, bei dem zwei Lehrer zusammen den Unterricht besuchen, und Wettbewerbe. "Wir haben uns wieder im "Förderprogramm Demokratisch Handeln" beworben, betont Marker, etwa mit dem Projekt "Mini-SMV", der Schülermitverwaltung durch Fünft- und Sechstklässler.
 

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