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In neuem Gewand

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Sie lassen sich die Poesie in der englischen Sprache auf der Zunge zergehen, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes getan: Die Mitglieder der English Drama Group am Hartmanni-Gymnasium in Eppingen spielen mit den Nuancen in Shakespeares berühmtem Werk "A Midsummer Nights Dream" und genießen die Wandelbarkeit des Stoffes in jedem Moment der Aufführung.

Anspruchsvoll

Angesteckt von der Leidenschaft für Shakespeare-Stoffe von Theater-AG-Leiterin Elena Nowitzki wagen sich sogar Mittelstufenschüler an den anspruchsvollen Stoff – und profitieren von der unglaublichen Dynamik, die diese Gruppe ausstrahlt. Im Teamwork hatten die Schüler ihre Ideen zusammengelegt und sich dabei gegenseitig beflügelt. Dem Stoff ein neues Gewand zu verpassen fiel ihnen nicht schwer, da Shakespeare selbst die Grundlage zur Ironie in seinem Stoff verankert hat.

So erscheinen Protagonisten mit Kleidung im Gothic-Style oder als Punks. Stofflöwe und Plastikschwert, das wirkungsvoll gezückt wird und zur Bluttat angesetzt wird, tun das ihre an Wirkung. Die English-Drama-Group setzt auf Action, um heute noch mit Shakespeares Stoff begeistern zu können. Da gibt es jede Menge Gerangel auf der Bühne, und doch leidet die Schönheit der englischen Sprache nicht.

"Shakespeare ist heute noch zeitgemäß, weil er uns die Möglichkeit gibt, die Rollen frei zu interpretieren", sagt Schauspieler Andreas Salinsky. Seine Mitstreiter gewinnen dem unsterblichen Literaten charmante und schillernde Seiten ab. Zum ersten Mal sind Lena Urhahn und Anja Schneide dabei und freuen sich über die Kostümpracht, die sich neben ganz normaler Alltagskleidung wirkungsvoll absetzt. "Wir haben das Stück ganz schön aufgepeppt", findet Lena Urhahn. Eine "mega gemeinsame Zeit" der Vorbereitung liegt hinter den Schauspielern, eine Zeit, in der sich alle intensiver mit Shakespeare, seiner Sprache und seiner Zeit auseinandergesetzt haben. Darüber, dass Shakespeare unbedingt in den Unterricht und in die heutige Zeit gehört, sind sich alle einig. "Allein sein Humor ist schon göttlich", meint Schauspieler Julian Marx.

Sympathisch

Die Aula des Hartmanni-Gymnasiums ist zur Aufführung voll. Feen ziehen als sympathische Erscheinungen das Publikum in ihren Bann. Die Schauspieler wissen, dass sie ihrem Publikum viel an Sprachkenntnis abverlangen und dass sicher nicht alle alles verstehen. "Aber schön ist es trotzdem", freut sich Zuschauerin Alexandra Schneider. "Die Verse machen es nicht unbedingt leichter, vergisst man da seinen Text, kann man nicht einfach etwas improvisieren, sonst reimt es sich ja nicht mehr", weiß Andreas Salinsky.
 

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