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Die fünf beliebtesten Plätze zur Pokémonjagd

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Die Straßen sind voll mit Pokémon-Go-Spielern. Doch an einigen Stellen in der Stadt versammeln sich besonders viele Pokémon-Jäger. Das passiert vor allem an Orten mit vielen Pokestops. Hier können die Spieler Lockmodule zünden und die Pokémon kommen von ganz alleine. Das sind die beliebtsten Plätze in Heilbronn:

Aber warum ist das Spiel eigentlich so beliebt?

"Man lernt total schnell Leute kennen, mit denen man zuvor nichts zu tun gehabt hätte", erklärt Cascal Wolff seine Faszination für Pokémon Go. Der 19-Jährige sitzt gerade auf einer Bank vor dem Food Court, neben ihm noch vier weitere Spieler. "Wir haben uns erst durch das Spiel kennengelernt", sagt er. "Was früher die Zigarette war, ist heute Pokémon", lacht einer aus der Runde.

Das Gemeinschaftsgefühl ist sicher ein Grund für den großen Erfolg von Pokémon Go. Einerseits lernt man schnell neue Leute kennen. Es gibt sofort ein Gesprächsthema, zu dem jeder etwas zu sagen hat. Andererseits sind die Spieler im Spielgeschehen Teil eines großen Ganzen. Als Mitglied eines der drei Teams (Rot, Blau und Gelb) kämpfen sie gemeinsam und weltweit um Arenen. In den Arenen können Spieler ihre Pokémon platzieren und sie somit für ihr Team einnehmen. Wenn eine Arena schon von einem Team besetzt ist, kann sie durch einen Kampf befreit werden.

Ein besonders beliebter Treffpunkt der Spieler in Heilbronn ist ein Kreisel in Böckingen bei der Gartenlaube/Viehweide. Dort gibt es gleich drei Pokestops auf einem Fleck. Viele Spieler sitzen im Gras, einige sogar mit Camping-Stühlen. Sascha Sing ist einer davon. Er sitzt in einer größeren Gruppe, es wird gerade Pizza bestellt. "Wir kannten uns vorher alle nicht", sagt Sascha. Jetzt herrscht eine ausgelassene Atmosphäre, auch wenn viele auf ihr Handy starren.

 

Beschimpfungen: Das Spiel kommt nicht bei allen gut an

"Ab und an beschimpfen uns Leute aus den vorbeifahrenden Autos", erzählt Sascha. "Aber das ignorieren wir." Einen kleinen Unfall zwischen einem Radfahrer und einem Pokémon-Spieler im Auto hätten sie auch schon beobachtet. Öfters sehen sie Autofahrer, die im Kreisel vor ihnen einige Runden drehen, den Blick aufs Handy gerichtet.

Die Polizei musste in Heilbronn wegen Pokémon Go allerdings noch nicht ausrücken: "Das Phänomen bringt aber bestimmte Probleme mit sich", sagt Polizeisprecherin Yvonne Schmierer. Dazu gehöre, dass viele Fußgänger weniger auf ihre Umwelt achten. Auch Autofahrer lassen sich ablenken, hier sei die Beweisführung aber schwierig und noch kein Unfall in Heilbronn bekannt, der durch Pokémon Go verursacht wurde.

Polizei will kein Spielverderber sein

Die Polizei plant einen Flyer, um vor Risiken zu warnen. Zum Beispiel könne man durch das Spiel zu dunklen Ecken gelockt werden. "Wir wollen über Gefahren aufklären, aber keine Spielverderber sein", so Schmierer. Es spreche rein rechtlich auch nichts gegen die Treffen der Spieler, solange niemand dadurch gestört wird.

Die Pokémon-Spieler können sich also weiter ungestört ihrem Sammeltrieb hingeben. Das ist ein weiterer Erfolgs-Faktor der App. Die Spieler tragen etwas zusammen, bauen sich etwas auf und können sich mit anderen Spielern vergleichen. Außerdem motiviert das Spiel durch verschiedene Belohnungen zum Weitersammeln.

Ein dritter Faktor für den großen Erfolg der App ist die Nostalgie. Viele der älteren Spieler haben schon in ihrer Kindheit Pokémon auf dem Gameboy gespielt, Karten gesammelt oder die Serie im Fernsehen geschaut. Das weckt Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit.

 

 

 

 

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