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Tote Hose bei Jugendparty

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Die Sommerferien in Baden-Württemberg haben begonnen. Für die Schüler heißt das sechs Wochen ohne Mathematik, Chemie und Biologie. Zum Auftakt der unterrichtsfreien Zeit fand am Mittwoch die "School's Out“-Party auf dem Gelände der Landesgartenschau statt. Doch zum dreistündigen Konzert der Antenne 1 Band blieben die meisten Stühle leer – nur wenige Schüler kamen zur Sparkassenbühne. Bietet die Laga keine passenden Angebote für sie? Schon beim Jugendtalk der Hohenloher Zeitung Anfang Juni hatten Heranwachsende die fehlenden Veranstaltungen für Jüngere bemängelt. 

Enttäuscht

Die Veranstalter der Laga zeigten sich auf Nachfrage der HZ enttäuscht über die wenigen Besucher bei der Party zum Ferienbeginn. An fehlender Werbung habe es aber nicht gelegen: "Die Party war zuvor breit beworben worden: über Radio-Spots beim Mitveranstalter Antenne 1, auf Facebook, der Homepage als auch über Pressemitteilungen“, sagt Sabine Klotzbücher von der Presseabteilung der Landesgartenschau.

Insgesamt hätte man bei den Veranstaltern aber keinen Grund zur Klage: "Allein in der Kinderscheune haben sich bis zur Halbzeit der Laga 2200 jüngere Schüler eingefunden.“ Ein Riesenerfolg sei darüber hinaus das Grüne Klassenzimmer mit bisher 272 Unterrichtseinheiten für alle Klassenstufen. Hunderte Jugendliche und Teenager hätten sich zudem als Aktive an Veranstaltungen beteiligt.

Jonas vom Hohenlohe-Gymnasium in Öhringen war bisher nur einmal auf dem Laga- Gelände. "Es gibt aber auch nur ganz wenige Veranstaltungen, die mich wirklich interessieren“, sagt der 14-Jährige. "Ein paar meiner Freunde haben eine Dauerkarte, aber selbst die sind nur selten bei Events.“ Er wünscht sich mehr Konzerte oder Sportangebote für jüngere Altersgruppen. Auch den Eintritt findet der Schüler zu teuer. Eine Dauerkarte kostet für Jugendliche 30 Euro, für volljährige Schüler, Auszubildende und Studenten liegt der Preis gleich bei 90 Euro.

Auch die 15-jährige Melanie sieht die Landesgartenschau eher auf ein älteres Publikum zugeschnitten. Als Treffpunkt mit Freunden sei die Laga ungeeignet: "Man verabredet sich mit seinen Leuten meist gegen Abend und da hat die Laga leider meistens geschlossen“, sagt die Schülerin der Richard-von-Weizsäcker-Schule.

Bedarf

Für Schulen ist die Landesgartenschau hingegen ein wichtiger Anlaufpunkt. Die August-Weygang-Gemeinschaftsschule in Öhringen bekam für das Gelände eine Freikarte zur Verfügung gestellt – gültig für eine Lehrkraft und eine Schulklasse. "Das ist aber zu wenig“, sagt Hanne Kern, Sekretärin der Gemeinschaftsschule. Die Karte werde regelmäßig genutzt und die Angebote der Laga in den Unterricht integriert. Der Bedarf wäre deutlich höher gewesen. "Mit zwei oder drei Freikarten hätten auch mehrere Klassenstufen parallel die Laga besuchen können“, sagt Kern.

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