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Straftaten in der Salzstadt

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Die Stadt Bad Friedrichshall liegt bei der Kriminalitätsrate über dem Durchschnitt im Landkreis Heilbronn. Das geht nicht nur aus der absoluten Zahl der im Jahr 2015 begangenen Straftaten hervor. Auch hochgerechnet auf 100 000 Einwohner lag die Salzstadt in der sogenannten Häufigkeitszahl darüber. Dennoch sieht Polizeipostenleiter Rolf Barthel die rund 19 000 Einwohner zählende Stadt nicht als Brennpunktkommune. Die Zahl der registrierten Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Und wie der Polizeihauptkommissar am Dienstagabend im Gemeinderat weiter mitteilte, ist die Zahl der Straftaten im Brennpunkt-Stadtteil Plattenwald gesunken. Einen spürbaren Anstieg schwerer Straftaten stellte Barthel im Zusammenhang mit den untergebrachten Flüchtlingen nicht fest. 

Insgesamt 848 Straftaten hat der Polizeiposten im vergangenen Jahr in der Salzstadt registriert. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 0,6 Prozent. Im nördlichen Landkreis Heilbronn liegt Bad Friedrichshall damit aber auf Platz zwei. Nur in der Nachbarstadt Neckarsulm sind mehr Straftaten (1620) angezeigt worden.

Anonymität

Der neue Polizeipostenleiter führt das auf die städtischen Struktur Bad Friedrichshalls zurück. "Die Höhe der Fallzahlen kommt durch die Anonymität und die vorhandenen Möglichkeiten zustande“, sagte Polizeihauptkommissar Barthel. Der Blick auf die Statistik für die einzelnen Stadtteile stützt diese These. Während in Kochendorf weit über die Hälfte aller in Bad Friedrichshall begangenen Straftaten registriert wurden (479), sind es in den dörflich strukturieren Ortsteilen Untergriesheim und Duttenberg zusammen gerade nicht einmal drei Prozent

Diebstähle sind mit Abstand die häufigsten Delikte, die in der Salzstadt begangen wurden. Die Polizeistatistik weist hier für 2015 insgesamt 356 Fälle auf. Davon sind 185 sogenannte leichte Diebstähle. 171 fallen unter die Rubrik schwere Diebstähle. "Wir sprechen von einem schweren Diebstahl, wenn der Täter ein Hindernis überwinden muss.“ Gestohlen wurde im vergangenen Jahr deutlich mehr als noch 2014. Da waren es noch 263 derartige Delikte. So haben sich die Ladendiebstähle mit 92 Fällen mehr als verdoppelt. Die Zahl der Kfz-Aufbrüche hat sich mit 60 Fällen sogar beinahe verdreifacht.

Rückgang

Alle anderen Straftaten sind dagegen zurückgegangen. Die Zahl der Körperverletzung sank von 75 auf 63. Betrugsdelikte gingen von 197 auf 146 zurück. Beleidigt wurde im vergangenen Jahr 36 mal (39 im Jahr davor). Die Zahl der Sachbeschädigungen ging von 91 auf 85 zurück. Bei den Rauschgiftdelikten stellte die Polizei in Friedrichshall im vergangenen Jahr 30 Fälle fest (49 im Jahr davor). Und die Gewaltkriminalität sank von 21 auf 18 Fälle. 

Wie der Polizeihauptkommissar im Ratsrund weiter deutlich machte, sind sowohl das Polizeirevier Neckarsulm als auch der Polizeiposten derzeit unterbesetzt. Die Sollstärke liegt im Revier bei 100 Beamten. Tatsächlich gibt es nur 86 Beamte und fünf Angestellte. In Bad Friedrichshall liege die Sollstärke bei neun Beamten. Tatsächlich arbeiten aber nur acht Beamte im Polizeiposten. 

Verkehrsunfälle

Zum vierten Mal in Folge ist im vergangenen Jahr die Zahl der Verkehrunfälle (193) gestiegen. Das teilte der Leiter des Bad Friedrichshaller Polizeipostens, Polizeihauptkommissar Rolf Barthel, am Dienstagabend im Gemeinderat der Salzstadt mit. Ebenfalls zum vierten Mal in Folge gibt es auf den Straßen im Gemarkungsbereich keinen Verkehrstoten zu beklagen. Auch die Zahl der Schwerverletzten (9) ist zum vierten Mal in Folge gesunken. Auch Leichtverletzte (54) gab es weniger als im Jahr 2014. Einen Unfallschwerpunkt konnte die Polizei in Bad Friedrichshall nicht ausmachen. 

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