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Kein schöner Anblick

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Im Gewerbegebiet Leingarten läuft nicht alles rund. Zumindest gibt es Bürger, die sich an den Gegebenheiten stören. Ein spektakuläres Bild bietet etwa der Mauerabrutsch, der seit längerem nördlich der B 293 zu sehen ist. "Wir sind im Gespräch mit dem privaten Eigentümer“, sagt Bürgermeister Ralf Steinbrenner und ergänzt: "Er hat zugesichert, dass er den Schaden reparieren lässt.“ 

Nach dem Abrutsch hängt das Gebäude des Besitzers in der Luft. Unterhalb dieses Grundstücks befindet sich ein Rückhaltebecken der Gemeinde. "Deshalb sind wir ja überhaupt erst unmittelbar betroffen“, so der Rathauschef.

Um das Problem zu lösen, bedürfe es eines Kranwagens. Doch dafür sei konstant gutes, trockenes Wetter notwendig. Dieses gab es in den vergangenen Wochen jedoch nicht in dem benötigten Maß. Dieses zeitliche Zugeständnis hat der Bürgermeister dem Eigentümer gemacht.

Erscheinungsbild

Auch am optischen Erscheinungsbild im Gewerbegebiet stößt sich so mancher Bürger, wie zum Beispiel an zwei Gebrauchtwagenhändlern in der Liebig- und Daimlerstraße. "Das ist uns ein Dorn im Auge“, gibt der Bürgermeister zu. Es handle sich jedoch um Privatflächen, die weitervermietet wurden. Dort standen lange Zeit eine Reihe von Schrottfahrzeugen herum. Das ist inzwischen zwar nicht mehr der Fall, dennoch: Die Flächen liegen mehr oder weniger brach. Der Gemeinde sind jedoch die Hände gebunden. "Dort kommt keinerlei Wertschöpfung zustande, und es gehen recht große Flächen dabei drauf“, kritisiert Steinbrenner den Zustand. 

"Ziel in Industrie- und Gewerbegebieten ist es, Arbeitsplätze zu schaffen“, stellt der Bürgermeister klar. Daher würde er in einem Gewerbegebiet lieber einen Handwerksbetrieb angesiedelt sehen, der einige Mitarbeiter beschäftigt hat. Damit wäre das Kriterium der Wertschöpfung erfüllt.

Ein weiteres Problem im Gewerbegebiet war über viele Jahre offenbar, dass Eigentümer dort zunächst ihr Wohnhaus errichteten, um es anschließend mit einer kleinen Büroeinheit zu vervollständigen. "Wir wollen doch nicht den privaten Wohnungsbau dort ankurbeln“, ärgerte sich auch Grünen-Gemeinderat Jürgen Brame lange Zeit über die Praxis. "Die Häuser wurden bebauungsplankonform gebaut“, sagt Bürgermeister Steinbrenner.

Neue Regeln

Inzwischen habe man diesem Vorgehen allerdings einen Riegel vorgeschoben. "In unseren neueren Bebauungsplänen gibt es ein stringenteres Vorgehen als früher“, erklärt der Rathauschef. Diese geänderten Regeln gelten seit 2009. Steinbrenner: "Wenn ein Handwerker ein Firmengebäude baut und oben seine Wohnung draufsetzt, dann ist das okay.“

Nutzungsformen

Zu den Gewerbegebieten insgesamt zählen Gewerbegebiete im engeren Sinne, Industriegebiete, Sondergebiete sowie reine Geschäftsbaugebiete (für büro- oder einzelhandelsgeprägte Gebiete). Auch gibt es Mischgebiete (gewerbliche und Wohnnutzung, bis mittelbetriebliche Ansiedlung). 

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