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So jung und so engagiert

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Vier Monate in einem tansanischen Waisenhaus mit Vorschule haben Franziska Kühner und Anja Strecker geprägt. "Der Unterschied, wie es den Kindern hier und dort geht, ist einfach brutal“, stellt Franziska Kühner im Rückblick fest. Das Geld ist dort immer knapp und deswegen beschlossen die beiden Horkheimerinnen schon vor Ort, dass sie einen Spendenlauf organisieren wollen. 

Wer macht mit? Franziska Kühner ist zurzeit Praktikantin in der Sontheimer Staufenberggrundschule. Und als sie dort von Mwanza in Tansania erzählte, stößt sie auf offene Ohren. Auch die Idee, einen Spendenlauf auf die Beine zustellen, kommt gut an. Am Montag, 11. Juli, werden rund 400 Kinder für den guten Zweck auf dem Haigern ihre Runden drehen.

Nicht Australien

Die beiden 20-Jährigen sind zusammen aufgewachsen und beste Freundinnen. Deswegen wollten sie vor dem Studium unbedingt gemeinsam ins Ausland gehen, eine andere Kultur kennenlernen, neue Eindrücke gewinnen. "Es sollte halt nicht wie bei jedem Australien sein, sondern schon lieber was mit Kindern, am Besten in ein Waisenhaus“, berichtet Anja Strecker. Zwei ihrer Freundinnen waren bereits mit dem Verein Fonelisco in Mwanza gewesen und begeistert von ihrem Aufenthalt. "Es ist ja schwer, eine Organisation zu finden, bei der man sicher sein kann, dass es einem dort gut geht“, weiß Franziska Kühner. 

Von September bis Januar sind die beiden in Afrika, unterrichten in der Vorschule und organisieren ein Freizeitprogramm. Besonders beliebt ist das Eierlaufen, allerdings mit einer Mango frisch vom Baum. Auch Seifenblasen finden die Kinder großartig, mit selbst geformten Metallschlaufen geht das ganz prima. "Die Kinder haben so gestrahlt, waren richtig begeistert.“ Abends wird zusammen getanzt, was vor allem Anja Strecker richtig vermisst.

Nur das Geld macht immer Sorgen. Manchmal bleibt kaum genug, um Essen zu kaufen. Da kommt den Freundinnen die Idee mit dem Spendenlauf. "Die Kinder sind uns ans Herz gewachsen, wir konnten nicht einfach zurückgehen und weiterleben wie bisher“, findet Strecker.

Schulpraktikum

Als Franziska Kühner vor einem Monat ihr Praktikum an der Staufenberggrundschule beginnt, fragt sie sofort im Rektorat nach und erntet für sie überraschend sofort positive Resonanz. "Auch mehrere Lehrer helfen bei der Organisation mit“, freut sich die zukünftige Lehramtsstudentin. 

Damit die Schüler sich vorstellen können, für was sie überhaupt ihre Runden drehen, werden die beiden jungen Frauen am Samstag, 2. Juli, einen Vortrag halten mit vielen Bildern aus Tansania und Informationen über Fonelisco. Sogar der Direktor Joseph Elias Mabinga aus Mwanza wird in Sontheim sein. Im Anschluss an den Vortrag basteln die Erstklässler typisch afrikanische Fußbälle – aus Plastiktüten und Schnüren. Allein wenn Direktor Mabinga "Mambo“, also Hallo sagt, wird das für die Kinder schon ein Erlebnis, schätzt Franziska Kühner.

Die Zeit in Afrika hat die Freundinnen selbständiger gemacht und auch in ihrem Berufswunsch nochmals bestätigt. Franziska Kühner will Grundschul-, Anja Strecker Sonderschullehrerin werden. "Diese Erfahrung können wir nur weiter empfehlen“, meinen sie einhellig.

Fonelisco

Fonelisco steht für "Foundation of New Life for Street Children and Orphans“, einer seit 2003 offiziell registrierten Nicht-Regierungs-Organisation in Mwanza am Viktoriasee in Tansania. Das Team gibt Straßen- und Waisenkindern aus Mwanza mit einem Waisenhaus ein neues Zuhause. Der Fonelisco-Verein als Unterstützung wurde im Jahre 2011 von Johanna Weber und Leonie Klüpfel während ihres Aufenthalts vor Ort gegründet. Ziele sind die Unterstützung der Organisation Fonelisco bei der Bewältigung der laufenden Kosten im Straßen- und Waisenkinderhaus , die medizinische Versorgung der Kinder, Übernahme der Schulgebühren durch Schulpatenschaften und interkultureller Austausch durch Entsendung von Freiwilligen. Hier gibt es mehr Information. 

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