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Kein Risiko beim Fandorf

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Das EM-Fandorf auf der Heilbronner Theresienwiese soll so sicher wie möglich werden. Das bekräftigt Steffen Böhringer von der Heilbronn Marketing GmbH (HMG), die das größte Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft in Baden-Württemberg veranstaltet. Es werden insgesamt 80 000 Besucher im Fandorf erwartet. In der Freitagausgabe der Stimme hatte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, diese Großveranstaltungen als "potenzielle Anschlagsziele“ bezeichnet, die einen besonderen Schutz bräuchten. Das wollen die EM-Fandorfmacher umsetzen. 

Partystimmung

"Die Terroranschläge haben auch dazu geführt, dass wir uns Gedanken über das Sicherheitskonzept gemacht haben“, erklärt Steffen Böhringer von der HMG. Wenn sich am 10. Juni die Pforten auf dem Heilbronner Festplatz öffnen und die Massen vor die große Leinwand strömen, soll alles dafür getan werden, dass nichts die friedliche Fußballpartystimmung trübt. Darum gibt es beim jetzt schon sechsten Fandorf auf der Theresienwiese ein völlig neues Sicherheitskonzept. 

Die Veranstalter haben zunächst einmal die Zuschauerkapazität auf dem eingezäunten Gelände reduziert. Früher war genügend Platz für 28 000 Besucher vor der Leinwand, jetzt sind es "nur“ noch maximal 20 000. An den Eingängen werden die Kontrollen verschärft, die in der Vergangenheit schon mit den Kontrollen an den Zugängen von Bundesligastadien vergleichbar waren. Zudem gibt es eine "komplette Videoüberwachung“, wie Böhringer berichtet. Das heißt, die Eingänge und das Gelände werden mit festen und mobilen Kameras überwacht. Die mobilen Videokameras tragen die Sicherheitskräfte entweder auf der Schulter oder an einem Stock, mit dem man die bessere Übersicht von oben hat. Außerdem hat die HMG noch "ein bis zwei“ weitere Sicherheitsmaßnahmen auf den Weg gebracht, die der Veranstalter aber nicht öffentlich machen will.

Aufgerüstet

Auch die Polizei hat aufgerüstet. Zum Beispiel bei Hochrisikospielen der deutschen und türkischen Nationalmannschaft sind die Ordnungshüter verstärkt im Einsatz. Die Bundespolizei will ebenso starke Präsenz zeigen. Und zwar nicht nur am Hauptbahnhof, sondern auch in Stadtbahnen und an Haltestellen. Erfahrungsgemäß reisen bis zu 60 Prozent der Fans mit öffentlichen Verkehrsmitteln an.

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