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Deutsch ist ganz gut gelaufen

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"Wir haben’s geschafft.“ Die Erleichterung ist Chiara Montebello (17) aus Weinsberg und Ann-Kristin Stettner (17) aus Wüstenrot ins Gesicht gemalt. Deutsch können sie abhaken. "Ich bin so froh“, jubelt Chiara. Auch die Deutschlehrer am Justinus-Kerner-Gymnasium (JKG) Weinsberg sind zufrieden. Insgesamt fanden sie das Deutschabitur 2017 sehr fair.

2328 Abiturienten sind es dieses Jahr in Stadt und Landkreis Heilbronn und im Hohenlohekreis. An den allgemeinbildenden Gymnasien war gestern wie immer der Auftakt mit der Deutschprüfung. Die Abiturienten an den beruflichen Gymnasien – 881 sind es in der Region – haben das Schriftliche hinter sich. Ursache für die zeitversetzten Prüfungen ist, dass es 2017 zum ersten Mal einen Aufgabenpool gibt, aus dem mehrere Bundesländer je eine Aufgabe für Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik entnehmen. 

Optimismus beim Werkvergleich

"Es sollte ganz gut gelaufen sein“, ist sich Adrian Weber (18) aus Weinsberg fast sicher, nachdem er nach gut fünf Stunden sein Opus abgegeben hatte. Er hatte sich von vornherein auf das Sternchenthema festgelegt, es galt eine Stelle aus Max Frischs Homo Faber zu interpretieren und mit Büchners Dantons Tod zu vergleichen, Ganz prima, findet JKG-Deutschlehrer Steffen Gassert die Textauswahl: Sehr machbar.

Das sahen 43 der 75 Abiturienten am JKG Weinsberg nicht anders und gingen mit dem Werkvergleich auf Nummer sicher, auch Luisa Kaczmarek (18) aus Eschenau: "Da weiß man, was man tun muss.“ Wie Jennifer Kircher (17) aus Wüstenrot hat sie erst nach dem Schreiben, als sie noch Zeit hatte, einen Blick auf die anderen Themen riskiert. Die Erörterung eines Zeit-Artikels von Bernhard Pörksen "Wir Tugendterroristen“ war ihr dann "recht schwer“ vorgekommen. Steffen Gassert und sein Kollege Donald Lüttgens kommen zu demselben Schluss, zu groß war die Gefahr, dass die Abiturienten sich an Signalwörtern abarbeiteten und den Tiefgang des Textes gar nicht erfassten.

Alternative Wahlmöglichkeiten

Bastian Brunner und Anja Schneider am Hartmanni-Gymnasium in Eppingen ließen sich von Pörksen nicht abschrecken. Schneider gesteht, zunächst habe sie mit dem Thema nichts anfangen können, "ich habe lange gebraucht, bis ich gemerkt habe, was mir der Text sagen will.“ Zehn JKG-Abiturienten waren so mutig wie sie, sieben entschieden sich für den Gedichtevergleich, sechs wagten sich an die Interpretation einer Kurzprosa von Christoph Meckel, neun schrieben einen Essay über "Die Macht der Sprache“. Aylin Isgören (18) aus Affaltrach zum Beispiel. "Das war mein Plan A, wenn das Thema passt.“ Sie verschlang die fünf Texte und nahm einen als Basis ihrer Argumentation. "Beim Werkvergleich hätte ich ganz formal schreiben müssen“, im Essay konnte sie auch mal persönlich oder ironisch werden, begründet Isgören ihre Wahl.

Jetzt liegt ihr Mathe noch im Magen. Anders als sonst steht das Angstfach nicht am zweiten Abitag auf dem Prüfungsplan. Wieder liegt es am gemeinsamen Aufgabenpool.

 

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