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Pünktlicher und zuverlässiger

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Es gibt zwar noch einiges zu verbessern. Aber unter dem Strich sehen die Zahlen für die Stadtbahn Nord nicht schlecht aus. Das zeigte jetzt eine zweistündige Bestandsaufnahme im Verwaltungsausschuss des Heilbronner Kreistags.

"Wir sind auf einem guten Weg“, meinte Ascan Egerer, Technischer Geschäftsführer der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) in Karlsruhe. Bei der Pünktlichkeit ist die von ihr betriebene Stadtbahn Nord im ersten Quartal 2017 konstant über dem internen Ziel von 90 Prozent angelangt; dabei darf die Verspätung nicht mehr als drei Minuten betragen. Zugenommen hat auch die Zuverlässigkeit der Züge. Mehr als 99 Prozent der Fahrten finden inzwischen tatsächlich statt. "Wir können nicht unzufrieden sein“, folgerte Kai Kampermann, Leiter der bei der AVG neu geschaffenen Abteilung für betriebliches Qualitätsmanagement.

Teilweise unzuverlässiges Fahrpersonal

Doch es hat nach wie vor Baustellen, die zu bearbeiten sind. "Es ist Ihre Aufgabe zu fahren. Da erwartete ich auch, dass gefahren wird“, sprach Landrat Detlef Piepenburg Klartext. Wenn Züge ausfallen, liegt das zu 49 Prozent am Fahrpersonal. Besondere Probleme hat die AVG hier mit Wagenführern, die DB Regio Württemberg stellt. "Da muss es ganz schön stinken im Karton“, war der Eindruck von SPD-Kreisrat Klaus Grabbe.

"Unzuverlässigkeit“ warf das Nahverkehrsunternehmen dem Partner Bahn offen vor und will deshalb reagieren: In Heilbronn eröffnen die Karlsruher einen eigenen Personalstandort. Dessen Leitung übernimmt Nadine Günther, die selbst Triebfahrzeugführerin ist. "Ich kann im Notfall einspringen“, schmunzelte sie. In der Käthchenstadt will die AVG eine eigene Ausbildungsstätte für Stadtbahnfahrer aufbauen. "Wir müssen unseren Personalbestand erhöhen“, räumte Ascan Egerer ein. Zudem wird am Heilbronner Hauptbahnhof eine neue Abstellhalle für die Stadtbahnfahrzeuge gebaut. "Das wird unsere Kapazitäten erweitern“, kündigte Kai Kampermann an. Bislang habe die AVG große Schwierigkeiten, ihren Verkehr auf der begrenzten Anlage abzuwickeln.

Immer mehr Menschen nutzen das Stadtbahnangebot

Nach oben gehen die Fahrgastzahlen. Auf der S 42, die zwischen Heilbronn und Sinsheim verkehrt, wurden 2016 pro Werktag durchschnittlich 14 900 Ein- und Ausstiege notiert. Auf der S 41, die Mosbach ansteuert, waren es 8500. Das ergibt einen mittleren Wert von täglich 11 700 Fahrten.

Einen Halbstundentakt auf dem Neckartal-Ast forderte Kreisrat Michael Folk (SPD): "Das würden die Zahlen mindestens verdoppeln.“ Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg sieht hier nur geringe Chancen. "Zusätzliche Leistungen zu bestellen, dürfte schwierig werden“, schätzt ihr Qualitätsmanager Gottfried Schmitt und verweist auf die Gleichbehandlung der einzelnen Landesteile. Insgesamt biete die Stadtbahn Nord ein durchaus passables Bild. Auch die Pünktlichkeit sei relativ ordentlich.

Ein Schwachpunkt ist der Neckarsulmer Bahnhof als Umsteigestation. Aktuell erreichen hier nur 77 bis 84 Prozent der Reisenden ihren Zug, wenn sie das Fahrzeug wechseln. "Der Übergang ist nicht wirklich komfortabel“, meinte Qualitätsmanager Kampermann. "Wir haben da noch Luft nach oben.“ Um die Anschlüsse zu verbessern, werden einige Regionalbahnen bis Bad Friedrichshall verlängert. Außerdem soll für alle Züge in Neckarsulm eine Wartezeit von zwei bis vier Minuten umgesetzt werden.

20 Jahre hat Eppingen schon die Stadtbahn. FWV/FDP-Kreisrat Klaus Holaschke: "Es ist ein Grund zum Feiern.“ Trotz aller Problemchen und Probleme sei das Verkehrsmittel ein Erfolgsmodell.

 

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