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Von Märchen bis Klassik

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"Wir lieben Kindertheater und machen das auch weiterhin, aber wir möchten aus der Märchenonkel-Ecke raus.“ Axel Foith ist die Begeisterung für sein Hobby anzusehen. Der 33-Jährige und sein gleichaltriger Schwager Felix Missagia sind die Regisseure der Leingartener Theatergruppe Credo, die 2004 unter dem Dach der Evangelischen Jugend Leingarten (EJL) entstand.

Anspruchsvollere Stücke

Beide kommen aus der Jugendarbeit, haben erste Theatererfahrungen in der Schule, im Zeltlager oder bei Anspielen im Gottesdienst gemacht. Sie verstehen sich bestens, nicht nur, weil ihre Ehefrauen Schwestern sind. "Ich kann Felix immer von meinen Ideen überzeugen, wenn es auch manchmal etwas dauert“, meint Foith lachend, der seine Freizeit zwischen Familie, Theaterspielen und dem Angeln aufteilt. Zwischen 2008 und 2010 war kreative Pause, denn das erwachsen gewordene Schauspielteam fühlte sich als Jugendgruppe mittlerweile zu alt.

Foith und Missagia fanden die Lösung im Förderverein des EJL, dem sie Credo rechtlich angliedern konnten. Mit früheren EJL-Mitgliedern wurde das Team auf aktuell 15 Schauspieler zwischen 20 und 33 Jahren aufgestockt. Diese kommen nahezu alle aus der Jugendarbeit. Das Ziel der ehrgeizigen Regisseure ist es, neben den Märchen auch anspruchsvollere Stücke aufzuführen.

Traum erfüllt

Durch Schauspiel-, Improvisations- und Sprechkurse haben sich der gelernte Reiseverkehrskaufmann und der Betriebswirt das schauspielerische Handwerkszeug angeeignet. "Wir sind mit dem Kindertheater bekannt geworden. Alles andere soll sich entwickeln. Da müssen wir uns auch ein Publikum heranziehen“, erläutert Missagia, der gerne moderne Stücke auf die Bühne bringt, während sein Schwager auch Klassisches liebt.

Die Märchen "Max und Moritz“ (2006) und "Das tapfere Schneiderlein“ (2008) waren ein großer Erfolg. Beim "Dialog der Monologe“ innerhalb der Leingartener "Kulturpause Wohnzimmer“ im Juli dieses Jahres "haben wir uns einen Traum erfüllt“, so Foith. Der Querschnitt aus klassischen Werken habe sicher nicht jedem im Publikum zugesagt, aber gezeigt, dass Credo auch etwas anderes als Märchen könne. Schließlich sei der Name der Gruppe Programm. Credo (von lateinisch "ich glaube“) ist für alle Beteiligten ein grundsätzliches Glaubensbekenntnis zum Theater, das sich nicht an einer Richtung festmacht.

"Für gut inszenierte Märchen gibt es immer ein Publikum. Aber man will sich auch mal beweisen“, erzählt Missagia, der schon als Jugendlicher bei Familienfesten die Unterhalterrolle übernahm. Aktuell proben sie mit ihrem Team an einem weiteren Kindertheaterstück. Das Märchen "Rumpelstilzchen“ der Gebrüder Grimm soll in einer Fassung für Erwachsene und einer für Kinder im November aufgeführt werden. "Wir orientieren uns an der Vorlage, schreiben aber die Bühnenfassung selbst. Bei den Erwachsenen geht es etwas freier zu“, verrät Missagia. Gleichzeitig erfüllen sich die beiden Leingartener einen lang gehegten Traum.

Vorstellungen

Die Vorstellungen finden im örtlichen Kulturgebäude statt. Bisher spielten sie im Lorenz-Gemeindehaus. "Das sind schon andere Dimensionen“, gibt Foith zu, der, ebenso wie sein Schwager, gerne mal eine tragende Rolle übernehmen würde. Doch das wird ihnen derzeit neben der Regiearbeit zu viel. Schließlich müssen sie sich mit dem Team auch um die Proben, Bühnenbild, Requisiten, Kostüme, Technik und Marketing kümmern. 

 

 

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