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Wettbewerb auf hohem Niveau

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Selbstverständlich stellt sich der elfjährige Haymon Haffner aufs Podium im Festsaal des Klosters Schöntal, lässt seine zierlichen Finger über die Saiten trippeln und stapfen, den Bogen flitzen und springen. Henryk Wieniawskis (1835-1880) rasante Etude-Caprice Nr. 4 für Violine solo ist ein Bravourstück. 

Hohe Messlatte

Die Fingerfertigkeit des Talents hätte den polnischen Komponisten, der das Werk 27-jährig schuf, vermutlich nicht überrascht: Achtjährig studierte er Violine am Pariser Konservatorium, mit 13 erhielt er eine Goldmedaille, im Alter von 15 begab er sich auf Konzerttournee. Da scheint die Messlatte des Asien-Nachwuchses beim Abschlusskonzert des 32. Internationalen Meisterkurses für Streicher zu liegen.

Spanisches Feuer

Ebenso stoisch und perfekt liefert Hannah Tam aus Hongkong die Caprice Nr. 3. Ihr 15-jähriger Kollege Richard Cheung punktet mit der Polonaise D-Dur des Komponisten und Shihan Wang (Beijing) mit dem Allegro moderato aus dem Konzert d-Moll, das Wieniawski dem Teufelsgeiger Pablo de Sarasate gewidmet hat. 

Beim Wettbewerb vor zwei Jahren war Wang ausgezeichnet worden, unter anderem mit Wieniawskis "Scherzo Tarantella“. Wieniawski rangiert beim Nachwuchs vor Brahms, Paganini und Sarasate auf Platz eins. Bei so viel Romantik samt beeindruckender Technik und Dynamik tun sprödere Stücke wie Bachs Fuge aus der g-Moll Sonate (Megumi Okaya, Würzburg) oder "Der Fiddler“ aus Enescus "Impressions d’enfance“, vorgetragen von Adriana Gabrian (Bukarest, Augsburg) dem Ohr gut. Auch die Programmabfolge ist lobenswert. Sarasates Tanzstücken verleiht Chaowen Luo (Beijing) spanisches Feuer, der anschließende "Zapateado“ scheint Simon Zhu (Berlin) auf den Leib geschrieben.

Fulminantes Finale

Dass sich unter den 61 Teilnehmern – 22 davon treten mit bühnenreifen Vorträgen auf – auch ein Quartett findet, ist bewundernswert: Polina Elena Munteanu, Franziska Stemmer (Jagsthausen) und Antonia Ohnimus haben sich mit Jin Shi für das Scherzo aus Schuberts d-Moll-Quartett zusammengefunden. Ausdrucksstark zeigt sich auch die Japanerin Non Aoyama , die mit Waxmans "Carmen-Fantasie“ ein fulminantes Finale hinlegt. 

 

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