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Polizei will Selfies auf Bahngleisen unterbinden

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Mehr als 50 Prozent der Wohnungseinbrüche in Heilbronn konnten 2016 aufgeklärt werden. Das ist eine gute Nachricht beim Treffen des Lenkungsgremiums Kommunale Kriminalprävention. Bei häuslicher Gewalt ist es umgekehrt. Die Polizei musste in 147 Fällen zur Hilfe eilen, elfmal häufiger als im Vorjahr 2015. Der neue Polizeipräsident Hans Becker präsentierte den Lagebericht für 2016. Die Anzahl der in Heilbronn bekannt gewordenen Straftaten ist von 2015 auf 2016 um 1,7 Prozent gestiegen, gleichzeitig habe aber auch die Aufklärungsquote um 2,3 auf 61,9 Prozent zugelegt. Positiv sei der Rückgang der Straftaten bei den Tatverdächtigen unter 21 Jahren im Zehn-Jahres-Vergleich: Waren es 2009/2010 noch deutlich über 1300 Personen, ist die Anzahl 2016 auf einen bisherigen Tiefpunkt von 890 Personen zurückgegangen. Vor allem bei den Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren sei der Rückgang mit 20,3 Prozent sowie bei Kindern unter 14 Jahren mit 30,8 Prozent besonders eindrucksvoll. 

Jahresbericht

"Sehr erfreulich“ ist laut Becker der Rückgang der Wohnungseinbrüche um 36,3 Prozent. "163 Fälle sind zwar immer noch eine zu hohe Zahl“, stellte Becker fest, "unser Ziel ist es, diese unter die 100 zu drücken.“ Die Aufklärungsquote stieg von 6,6 Prozent (2015) auf 52,8 Prozent (2016), das ist ein Spitzenwert im Stadtkreisvergleich des Landes. Der Erfolg beruhe auf der engagierten Arbeit der neuen Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl und verdeckte Maßnahmen wie die Telefonüberwachung. Auch gebe es mehr Hinweise aus der Bevölkerung.

Kinder fallen als Ladendiebe auf. Allerdings nahm die Zahl bei den Jungs um 26,4 Prozent, bei den Mädchen um 38,2 Prozent ab. Bei der Verteilung der Straftaten nach bestimmten Bevölkerungsgruppen verhalten sich Flüchtlinge in Heilbronn wie im Land: Ein stärkerer Anstieg ist ab 2015, dem ersten Jahr der Flüchtlingswelle, festzustellen. Vergleiche man die Zahlen von Stadt und Landkreis Heilbronn, erklärte Polizeipräsident Hans Becker, so sei "kein Import von Kriminalität“ festzustellen.

Illegale Gleisüberschreitungen an den Haltstellen Böckingen-Berufsschulzentrum und Heilbronn-Sülmertor beschäftigen die Präventionsspezialisten der Bundespolizei, berichtete der Heilbronner Revierchef Dieter Natterer. Ein Ärgernis sei vor allem die Mode, sich auf Gleisen selbst zu fotografieren. Es wird überlegt, ob bauliche Lösungen Abhilfe schaffen können.

Die Heilbronner Frauenbeauftragte Silvia Payer berichtete von dem Anstieg der Fälle häuslicher Gewalt. Payer betonte, in besonders hohem Ausmaß seien Frauen mit Behinderung von körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt betroffen. 

Bürgermeisterin Agnes Christner hob das Präventionsprojekt "Heilbronner Nachbarn sehen hiN“ hervor, das unter der Federführung des Ordnungsamts steht. Mit der Polizei soll ein geeignetes Stadtquartier ausgesucht werden, in dem sich Einbrüche konzentrieren und eine wachsame Nachbarschaft schon einiges helfen würde. red

 

 

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