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In der Klemme: Zu dicke Kröte und Co.

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Die Feuerwehr löscht – wie ihr Name schon sagt – Feuer. Das ist bei der Heilbronner Berufsfeuerwehr nicht anders. Allerdings mischen sich zwischen die Brandeinsätze viele Hilfsdienste, die aus dem Rahmen der täglichen Retterroutine fallen. Tiere, Menschen, Sensationen: Jedes Jahr gibt es Notfälle, die selbst die erfahrensten Feuerwehrleute so noch nicht erlebt haben. Der Sprecher der Heilbronner Berufsfeuerwehr, Jürgen Vogt, hat auf Bitte der Stimme in seinem dienstlichen Tagebuch 2017 zurückgeblättert und die kuriosesten Fälle samt Fotos herausgesucht. Daraus wurde ein Erinnerungsalbum der Marke "Unverhofft kommt oft“. 

Vollschlank

Vielleicht können jetzt nach den kalorienreichen Weihnachtsfeiertagen einige Menschen nachempfinden, was einer Kröte schon im September passiert ist. Die pralle Amphibie muss wohl ihren eigenen Körperumfang leicht unterschätzt haben, als sie sich in der Klingenberger Felsenstraße durch die Maschen eines Bodengitterrostes zwängen wollte. Die Kröte schaffte es zwar noch mit ihrem Kopf durch die Eisenmaschen, blieb aber hoffnungslos mit der Wampe hängen. Und zwar so blöd, dass sie sich nicht mehr selbst aus ihrer misslichen Lage befreien konnte. Ein klarer Fall für die Spezialkräfte der Feuerwehr, denen nichts Menschliches fremd ist und schon gar nichts Tierisches. Da die Kröte zwar quaken kann, was die Feuerwehr aber nie mitbekommen hätte, musste eine Frau, die das arme Geschöpf in ihrer Klemme entdeckt hatte, die Integrierte Leitstelle informieren. Die Retter befreiten die Kröte und entließen sie in ein nahegelegenes Waldstück in die Freiheit. 

Klemme, die Zweite: Die Kröte war übrigens nicht allein, zumindest im Prinzip nicht. Im Mai geriet ein Mädchen auf einem Schulhof in eine ganz ähnliche Lage. Das Kind war beim Spielen gestolpert und so unglücklich gegen einen Baum gefallen, dass es mit dem linken Knie zwischen zwei Stämmen stecken blieb. Eine Lehrerin der Schule setzte den Notruf ab. Die Retter der Feuerwehr drückten mit einem hydraulischen Spreizer die Stämme auseinander, so dass das Mädchen wieder frei kam.

Klemme Nummer drei klingt fast noch kurioser: Im August wollte ein Mädchen in Sontheim wohl ausprobieren, wie weit sie sich von einem elektrischen Garagentor nach oben ziehen lassen kann. Die Antwort lautete hinterher: zu weit. Denn weil das Kind das Tor nicht rechtzeitig losließ, wurde es mit beiden Armen in das teilweise aufgerollte Tor hineingezogen. Es hing frei in zwei Meter Höhe. Bis zum Eintreffen der Wehr wurde das Mädchen von Passanten zur Entlastung abgestützt.

Malerisch

Wie man mit aufgestellter Kippermulde auf seinem Laster unter der Peter-Bruckmann-Brücke durchfahren kann, wollte wohl der Fahrer eines Kippers im November ausprobieren. Die Idee war wohl originell, aber auch ziemlich daneben. Denn die Kippermulde blieb an der Brücke hängen, riss vom Fahrgestell ab und verkeilte sich zwischen Brückendecke und Straße. Fast ein malerisches Bild, das die Spezialisten der Feuerwehr aber nicht lange ansehen konnten. Die Einsatzkräfte sperrten die Unfallstelle ab und reinigten die Straße vom ausgelaufenen Hydrauliköl

Nicht schlecht staunten die Feuerwehrleute, als sie in einer Juninacht zu einem brennenden Auto in die Badstraße gerufen wurden. Brennende Wagen sind keine Seltenheit für die Retter. Doch der Grund für das Feuer war ziemlich ungewöhnlich. Der BMW gehört zu einem Pärchen, das während der Fahrt in Streit geraten war und im Eifer des Gefechts einen Haufen mit Grünabfällen am Straßenrand rammte. Ihr Pech war, dass der Wagen in dem Haufen stecken blieb. Alle Befreiungsversuche schlugen fehl, das Pärchen ging also zu Fuß nach Hause. Der heiße Auspuff setzte später das getrocknete Gras in Brand. Dumm gelaufen.

Wohl etwas in der Jahreszeit hatte sich im Mai ein Lkw-Fahrer geirrt. Beim Abbiegen verlor der Anhänger größere Mengen Streusalz – und das ausgerechnet in der Salzstraße. Nomen est Omen.

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