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Selbstbewusster Herausforderer

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"Ich will Bürgermeister werden, und ich werde meine ganze Energie reinstecken“, fiebert Fabian Kienzle dem Wahltag in Cleebronn entgegen. Der 27-Jährige tritt am 14. Januar gegen Thomas Vogl an. Er erhofft sich "ein paar Prozent mehr“ als der Amtsinhaber. "Ich bin noch jung, formbar und sehe die Welt ganz anders. Ich habe ganz andere Ideen“, nennt der technische Fachwirt Eigenschaften, mit denen er punkten will. 

Alternative bieten 

Die 3000-Einwohner-Gemeinde kennt Fabian Kienzle, der aus Bretzfeld-Adolzfurt stammt, aus seiner Kindheit, den Familienausflügen nach Tripsdrill. "Und ich arbeite ja nicht weit von hier.“ Seit Beginn seiner Ausbildung vor rund zehn Jahren arbeitet er beim GKN in Neckarwestheim und ist dort momentan für die Planung und Koordination des Rückbaus zuständig. Gut gefallen ihm "Lage und Architektur“ in Cleebronn, er habe hier sogar nach einem Bauplatz geschaut. Weil es aber keinen gab, baut er jetzt ein Haus im Eppinger Stadtteil Kleingartach.

"Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, Bürgermeister zu werden“, erzählt der ledige Hohenloher. "Ich arbeite gern mit Menschen.“ In seiner Heimatgemeinde hat er nach der Konfirmation zehn Jahre lang eine Jugendgruppe und Zeltlager geleitet. Auch im Evangelischen Jugendwerk Öhringen war Kienzle engagiert und dort auch Mitglied im Kreis-Betriebsausschuss. Während seiner Ausbildung zum Industriemechaniker im GKN war er Jugend-Ausbildungsvertreter

In Cleebronn hat sich der parteilose Bewerber im Dezember mit Vereinen getroffen. Weitere Termine seien geplant. "Die Leute sind erstaunlicherweise recht zufrieden“, hat Kienzle in ersten Gesprächen erfahren. Dennoch wolle er eine Alternative zu Thomas Vogl bieten: "Es ist doch schade, wenn es keinen Gegenkandidaten gibt.“

Kein Verwaltungsfachmann

Eine Umgehungsstraße oder eine 30er-Zone in der Ortsdurchfahrt sowie die Verbesserung der Lebensmittelversorgung sind seine zentralen Themen. Aber auch Ortskernsanierung, Betreutes Wohnen oder ein Pflegeheim hat er auf der Agenda. Auch für eine eigene Stadtbahn-Haltestelle würde er sich einsetzen, ungeachtet dessen, dass die Trassenplanung für die Zabergäubahn drei Kilometer an Cleebronn vorbeiführt. 
Sogar eine Hundewiese möchte Kienzle anlegen. "Wir haben selbst einen Podengo-Mix“, erzählt er. Die siebenjährige Cara hat seine Familie aus Spanien geholt. Die kurze Phase zwischen Bewerberschluss und Wahltermin samt der dazwischenliegenden Feiertage macht ihm in Sachen Wahlkampf etwas zu schaffen. Zudem sei er zwei Wochen durch eine Grippe außer Gefecht gesetzt gewesen. Im Amtsblatt hat er eine Anzeige geschaltet und den Bürgern schöne Weihnachten gewünscht.

Nach der Kandidatenvorstellung am Mittwoch, 10. Januar, werde er Flyer verteilen und von Tür zu Tür gehen, um für Stimmen zu werben, kündigt Kienzle an. Den persönlichen Kontakt will er auch im Falle seiner Wahl obenan stellen: "Cleebronn ist klein, da geht es noch eher familiär zu. Die Leute können direkt auf einen zugehen.“ 

Dass er kein Verwaltungsfachmann ist, sieht der Bewerber nicht als Nachteil. "Ich kann das lernen. Es wird schwer, aber ich stelle mich der Herausforderung“, ist Kienzle optimistisch. Schließlich habe er sich nach der Ausbildung fortgebildet und absolviere zurzeit die Weiterbildung zum technischen Betriebswirt: "Ich weiß, wie es ist, mit Metall zu arbeiten, und wie es ist, im Büro zu sitzen.“

 

 

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