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Kochen mit Sterneköchin Anna Matscher

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Du bist, was du isst. Im Guten wie im Schlechten. Ungesunde Ernährung schadet dem Darm. "Bis zu 50 Prozent des Darmkrebs-Risikos ist ernährungsbedingt“, weiß Professor Volkmar Nüssler. Der geschäftsführende Koordinator vom Tumorzentrum München (TZM) hat die Veranstaltungsreihe "Sterneköche gegen Krebs“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn ins Leben gerufen – eine Art Superhelden-Liga des gesunden Geschmacks.

Mahlzeit in 30 Minuten

Zum Auftakt zeigt Sterneköchin Anna Matscher aus Südtirol den Food-Management-Studenten, wie man eine gesunde und erschwingliche Mahlzeit in 30 Minuten zaubert. "Das ist keine Hexerei“, sagt Nüssler. 


Der Onkologe kennt die Lebenslage der Studierenden: "Sie befinden sich in einer angespannten Situation.“ Leistungs- und Zeitdruck sowie der knappe Geldbeutel lassen immer weniger Zeit und Mittel für bewusste Ernährung. Das Essen wird beiläufig und fetter.

Drei-Gänge-Menü

Doch Rettung naht von Anna Matscher. Die Südtirolerin trägt Kochrezepte für die App HealthFood des TZM zusammen – eine Sterneküche für zu Hause. Sie tischt am Montag ein Drei-Gänge-Menü auf: Rote-Bete-Tartar im Schüttelbrotmantel mit Meerretich, Saibling mit Zweierlei von der Erbse und Topfenknödel mit Himbeeren zum Nachtisch. "Das ist jeweils in einer halben Stunde fertig, das kann man abends noch kochen.“ 
Allerdings klingen Rezepte und Zeitrahmen für studentische Verhältnisse sehr anspruchsvoll.

Das Menu erfüllt Nüssler Anforderungen an vorbeugende Ernährung: "Essen Sie ausgewogen und abwechslungsreich, viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch. Genießen Sie, nehmen Sie sich Zeit.“ Übergewicht reduzieren, tut dem Körper gut.

Experimentell

Jana Krachler (22) formt Kugeln aus Roter Bete, die sie in Brotbröseln paniert. Die Studentin kocht gerne: "Am Wochenende ist viel Zeit. Da machen wir aufwendige Sachen, abwechslungsreich und experimentell.“ Krachler kauft oft im Biomarkt ein, wenn es das Budget zulässt. 

Genuss und Kommunikation

Uwe Martens verrät, was Rote Bete so gesund macht: Polyphenole, sekundäre Pflanzenstoffe, seien gut für die Zellreparatur. "Das ist besser als isoliertes Vitamin C“, ist der Onkologe am SLK-Klinikum sicher. "Gesunde Ernährung ist ein Investment in die Zukunft“, wirbt Martens für Ernährung und Bewegung, "das sind Faktoren, die helfen, lange gesund zu bleiben“. Gleichzeitig mahnt er Patienten: "Ernährung kann eine Therapie nur unterstützen. Eine Garantie für ein Leben ohne Krebs gibt es nicht. Wir sprechen von Wahrscheinlichkeiten, wollen das Risiko minimieren.“ Das gelinge nicht nur bei Darmkrebs.


Martens betont: "Gesundes Essen muss pragmatisch sein. Es soll das Leben einfacher machen und nicht dogmatischer. Gemeinsames Kochen bedeutet Genuss und Kommunikation. Wir geben Tipps für den Alltag.“ Das Ergebnis schmeckt den Studenten heldenhaft-super.

 

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