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Pflegeschülerin bei Azubi-Wettbewerb vorn

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Helena Wingerath aus Siegelsbach zählt zu den besten Schülern in der Gesundheits- und Krankenpflege. Bei einem bundesweiten Wettbewerb mit 400 Teilnehmern hat sie einen der vierten Plätze belegt. Daran teilzunehmen ist keine Selbstverständlichkeit: Für den Wettbewerb vorgeschlagen hatte sie ihre Pflegefachschule in Wiesloch. 

Praktische Tests

Die letzten Prüfungen beim Bundesentscheid in Berlin hatten es in sich, erzählt die 23 Jahre alte Siegelsbacherin. Neben theoretischen Fragen gab es praktische Prüfungen. "Die waren anspruchsvoll.“ Sie unterschieden sich vom normalen Arbeitsalltag, in dem sich Kollegen miteinander über Patienten unterhalten und sagen können, worauf zu achten ist. Beim Wettbewerb war Helena Wingerath ganz auf sich gestellt.

In einer vorbereiteten Szene ging es darum, dass sie einer 83-Jährigen eigentlich nur Blut abnehmen sollte. Kleine Raffinessen hatten die Prüfer noch eingebaut. So musste man feststellen, dass der Blasenkatheter zu hoch angebracht war. Ein Handy lag unterm Bein. Und selbstverständlich wurde danach geschaut, ob Wingerath der Patientin etwas zum Trinken anbot. 

Beim zweiten Test stand ein Diabetiker im Mittelpunkt: Dass er Keks und Cola in der Hand hielt, was er nicht sollte, war noch offensichtlich. Aber auch die Flipflops, die die Person trug, mussten weg – wegen der Verletzungsgefahr. Und das Stromkabel hatte kein Jury-Mitglied versehentlich vergessen, sondern sollte von den Prüflingen entdeckt und beiseite gelegt werden.

Anerkennung der Leistungen

Dass die 23-Jährige am Ende tatsächlich mit zu den besten in Deutschland gehört, konnte sie so nicht abschätzen. "Ich habe mir gar keine Hoffnungen gemacht“, gibt sie zu. Einen bestimmten Platz hatte sich Helena Wingerath ohnehin nicht vorgenommen. Es sei schon ein Gewinn gewesen, daran überhaupt teilnehmen zu können. Den Wettbewerb, der die besten der deutschlandweit 30 000 Pflege-Azubis küren will, lobt sie. Er erkenne die Leistungen der Mitarbeiter in der Pflege an.

Teamarbeit

An ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Sinsheim begrüßt sie es, viel Kontakt zu Patienten zu haben. In ihrem Beruf stehe der Mensch ganzheitlich im Zentrum. "In der Pflege geht es um den kompletten Patienten mit all seinen Bedürfnissen.“ In der Klinik machte sie alle Stationen und Abteilungen durch. Sie hatte mit schweren Erkrankungen zu tun, auch sterbende Menschen erlebte sie. In solchen Momenten kann sie sich auf die Unterstützung und den Rückhalt der Kollegen verlassen. Sie stünden als Ansprechpartner zur Verfügung. Es sei gut, dass man im Team darüber reden kann. "Ich muss nichts mit nach Hause nehmen.“ Nach der Ausbildung schließt sich in Freiburg das Studium der angewandten Pflegewissenschaft an. Der Sinsheimer Klinik, die stolz auf die Leistung ihrer Mitarbeiterin ist, bleibt sie während der Praxiseinheiten erhalten. 

 

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