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Mit Spielfreude und Virtuosität

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Dass intensives Proben mit jungen Orchesterleitern nicht nur Spaß macht, sondern auch erfolgreich ist, beweist die Musikvereinigung Leingarten beim rund zweistündigen Jugendkonzert in der Festhalle. Mit einer großen Bandbreite an modernen und klassischen Stücken zeigen sowohl das Youngsters-Blasorchester als auch das etwas ältere Jugend-Blasorchester ihr instrumentales Potenzial. 

Akustisches Gefühlsbad

Der abwechslungsreiche Streifzug durch die Musikwelt wird für die zahlreichen Zuhörer zum akustischen Gefühlsbad, in dem die verschiedenen Stilrichtungen die gesamte Stimmungsskala bedienen. Zu jedem Titel gibt es von den Ensemble-Mitgliedern kurze Hintergrund-Informationen, die über die Entstehung, den Inhalt und den Komponisten aufklären. Die Youngsters bringen mit dem "Majestic Marsh“ des amerikanischen Komponisten Paul Lavender, voller Elan dirigiert von Vanessa Leber, sofort Stimmung in die Halle. "Farmhouse Rock“ entführt in die Weite des Wilden Westens. Leichtigkeit und Beschwingtheit verströmen Klarinetten, Trompeten, Querflöten, Saxofone, Posaune und das taktstarke Schlagwerk beim unaussprechlichen "Supercalifragilisticexpialidocious“ aus dem Musical-Fantasyfilm "Mary Poppins“. Barock, Klassik und Romantik treffen sich in der "1st. Classic Suite“ (Mike Hannickel), einem kreativ komponierten Arrangement mit ausgeprägter Melodik, besonders für junge Musiker geeignet. Diese werden für ihre ausgewogene Darbietung mit lang anhaltendem Applaus belohnt.

Filmmusik

Mit "La belle Hélenè“ (Jacques Offenbach) eröffnet das Jugend-Blasorchester den zweiten Konzertteil. Der temperamentvolle Dreivierteltakt erfordert eine gute Balance beim Dirigieren, die Lukas Leber trotz seiner Beinschiene lobenswert und standhaft meistert. Das rechte Bein liegt zur Entlastung auf einem Stuhl, während das linke jede euphorische Bewegung des Oberkörpers ausgleichen muss. Das gelingt trotz Handicap, und Leber führt sein Orchester temperamentvoll durch die nuancenreiche Melodienwelt. Disneys "Eiskönigin“ und das orientalisch angehauchte "Aladdin“ zeigen den Klangfarbenreichtum der Blasinstrumente. Die Filmmelodie aus "Beauty and the Beast“ mit stark wechselnden Tempi setzt zusätzliche orchestrale Glanzpunkte. Tosender Applaus ist die Reaktion.

"Mouthpiece Mania“ fordert die Trompeter heraus, die nur ihr Mundstück benutzen, um "Zarathustra“ ungewöhnliche Klänge zu verleihen. "The Music of James Bond“ lässt den Agenten unter anderem mit "Goldeneye“ akustisch auferstehen. Das tragische Thema aus dem Spielfilm "Schindlers Liste“ (Steven Spielberg) bekommt besaitete Unterstützung durch das einfühlsame Violinen-Solo von Franziska Stohrer. Einen rasanten Abschluss bilden "El Camino Real“ (Der Königsweg) und eine Zugabe. 
Begeisterter Applaus belohnt die Leistung der Musiker sowie die zehnjährige Vereinszugehörigkeit von Chiara Reinhardt, Anna Usinger, Moritz Wödl und Julia Haigis, die vom stellvertretenden Vorsitzenden Dieter Weller geehrt werden.

 

 

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