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Madeline Willers hat noch viel vor

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Mit 14 sang sie ihr erstes Solo auf einem Schulkonzert des Paul-Distelbarth-Gymnasiums in Obersulm, im August dieses Jahres hörten ihr bei einem Open-Air im österreichischen Bad Kleinkirchheim 12.000 Menschen zu. Madeline Willers aus Wüstenrot ist dabei, sich im Schlagerbusiness ganz nach vorn zu singen. Dabei weiß die 23-jährige Sängerin genau, worauf sie sich einlässt: "Es ist ein schnelllebiges Geschäft, aber ich will es nachhaltig betreiben."

Disziplin und Durchhaltevermögen

Zwei Eigenschaften sind dafür unerlässlich: "Disziplin und Durchhaltevermögen." Beides bringt Madeline Willers mit, die eben ihr Debütalbum "Wir sind ewig" veröffentlicht hat und sich nicht auf ihrem Talent ausruht, sondern sich unermüdlich weiterbildet. Und ihren Beruf permanent reflektiert: "Da muss man auch Rückschläge verkraften können und darf nicht alles emotional an sich ranlassen."

Warum hat sich die sympathische junge Frau dem deutschen Schlagerpop verschrieben, nicht der Oper oder der Rockmusik? Als Kind hat sie Rosenstolz und Silbermond gehört, war vom deutschen Schlager fasziniert, nicht vom volkstümlichen: "Ich will Jüngere und Junggebliebene erreichen." Unterhaltung mit kritischen Texten − das gefällt ihr. Mireille Mathieu und Udo Jürgens sind zwei ihrer Idole: "Udo Jürgens hätte ich gern kennengelernt." Sie mag auch Madonna, Helene Fischer ("Ich bewundere, was sie macht") und Beyoncé: "Ich schau mir ihre Videos an, Performance, Outfit, alles."

Lebenslauf: Seit 2007 in Wüstenrot ansässig

Madeline Willers, 1994 in Backnang geboren, bis zum zwölften Lebensjahr in Spiegelberg aufgewachsen und seit 2007 in Wüstenrot ansässig, ist bodenständig. Sie liebt die Natur um Wüstenrot, ihren "Rückzugsort: Der Wald ist 200 Meter entfernt, hier habe ich tolle Laufstrecken." Von kleinauf singt sie liebend gern, in der Schule tritt sie dem Chor bei, die Lehrer erkennen ihr Talent, raten zur professionellen Ausbildung ihrer Stimme. Nach dem Abitur 2014 visiert sie eine Gesangskarriere an.

In der Musikschule Obersulm nimmt Madi, wie sie von Freunden genannt wird, klassischen Gesangsunterricht bei Renate von Raven, parallel dazu Pop-Schlager-Gesangsunterricht bei Fola Dada in Stuttgart: "Man lernt nie aus", sagt Madeline Willers. Zur Perfektionierung der Bühenperformance genießt die 23-Jährige zudem Tanzunterricht.

Das Schlagerunternehmen Willers mit der eigenen Plattenfirma Willers Records ("Da habe ich alles selbst in der Hand") vervollständigen Vater Olaf als Manager und Mutter Elke als Künstlerbetreuerin. Ihre Bühnenoutfits − immer in Schwarz-Weiß − entwirft sie mit ihrer Schneiderin selbst. "Ich bin schon sehr modebegeistert", bekennt Willers, die ihre Garderobe als "elegant-sexy, nicht ordinär" beschreibt.

Eher Fischer als Berg

Helene Fischer fühlt sich die junge Wüstenroterin näher als Andrea Berg, beide deutsche Schlagersuperstars, die in einem Atemzug genannt werden. "Schlager bleibt Schlager, ein im Kern konservatives, abgegrenztes Genre, aber er wandelt sich auch", meint Madeline Willers. Frauendominanz? "Ja, aber nicht nur. Schauen Sie Andreas Gabalier an." So wie Helene Fischer den Schlager modernisiert habe, habe Gabalier mit dem Volks-Rock"n"Roll dem Genre neue Nuancen hinzugefügt.

Anfragen für Auftritte kriegt sie viele: Firmen, Feste, Hochzeiten, Discos. Doch Madeline Willers achtet darauf, hochwertige Acts zu ergattern, will nicht in die Cover-Schiene rutschen. Fernsehen ist immer gut auf dem Weg, ihren Lebenstraum zu realisieren: Mit einer Live-Band zu touren und große Hallen zu füllen. Songmaterial schicken ihr Texter und Komponisten per E-Mail. Ihre eigenen Songideen gibt sie in ihr i-Phone ein, zwei Songwriter-Teams in Stuttgart und Graz verfeinern sie dann. Die Idee zum Lied "Bessere Hälfte", ihre erste Singleauskopplung, kam ihr beim Aufräumen in Wüstenrot. Der Song hielt sich 23 Wochen in den Top 100 des Genres und räumte Musikpreise ab.

Kaum Zeit für Hobbys

Madeline Willers ist 24 Stunden am Tag Madeline Willers − will heißen, für Hobbys ist kaum Zeit: "Mein Hobby ist mein Beruf." Und umgekehrt. "C'est la vie" heißt ihre neueste Single, die davon erzählt, wie man Dinge, die einem wichtig waren, hinter sich lassen muss. Alte Freundschaften zum Beispiel. Die Idee dazu kam Madeline Willers beim Tanzen.

Privates möchte die charmante junge Frau mit dem offenen Wesen nicht preisgeben: "Ich will die Musik in den Vordergrund stellen." In ihrer Branche lebt man damit, angehimmelt zu werden und zahlreiche Fanbriefe zu erhalten: "Aber das Schönste für mich ist, dass die musikalische Reise weitergeht."

 

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