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Schon im Festtagsstress

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Der Sommerurlaub liegt gefühlt wenige Wochen zurück und der Herbst legt jetzt erst so richtig los. Von Weihnachten, so möchte man meinen, künden höchsten die mit Lebkuchen, Plätzchen und Glühwein gefüllten Supermarktregale. Doch einige Branchen rüsten sich bereits für die Festtage und die Zeit danach. Die Hohenloher Zeitung hat nachgefragt – im Café, im Restaurant, im Blumenladen und im Reisebüro
"Wir sind schon volle Kanne in den Vorbereitungen für Weihnachten“, sagt Ulf Kretschmer.

Weihnachtsmenü und Schokolade

Seit Ende September ist der Inhaber des Schlosscafés Nussknacker in Öhringen mit seinem Team damit beschäftigt, Firmenaufträge abzuarbeiten und Adventskalender sowie Weihnachtsschokolade herzustellen. Gestern kamen sogar schon die ersten Christstollen in den Ofen. "Die sind ja ein Lagerprodukt“, erklärt der Konditor. Über die Weihnachtsfeiertage selbst hat das Schlosscafé geschlossen. Und auch Silvester sei "kein Thema“, sagt Kretschmer. "Wir sind ein Familienbetrieb und wollen unseren Mitarbeitern auch mal Zeit geben, um Luft zu holen.“ Erholung ist ein Grund, Personalmangel ist jedoch ein weiterer, wie der Caféinhaber erläutert. Es sei schon für gewöhnliche Sonntage schwierig, genug Arbeitskräfte zu finden, sagt Kretschmer. Maronencrèmesuppe, Gänsekeule, Glühweingelee – das Weihnachtsmenü hat Maximilian Payerle schon mal zusammengestellt. "Zumindest handschriftlich“, sagt der Küchenchef des Hotels Württemberger Hof in Öhringen. Saisonal und regional soll es sein. Payerle: "Ich habe hier meine Lehre gemacht und weiß, was die Leute hier gerne essen“. Die meisten Gäste speisen übrigens à la carte, beobachtet Geschäftsführerin Cäcilie Schäffer. Denn diese Möglichkeit haben sie an Weihnachten ebenfalls.

Gestecke und Kränze

"Die ersten Reservierungen laufen jetzt an“, sagt Schäffer. Nach den Weihnachtsfeiertagen heißt es auch für die Geschäftsführerin und ihre Mitarbeiter ausspannen. Schäffer: "Wir haben dann Betriebsferien, ab 8. Januar haben wir dann wieder geöffnet.“ Personalmangel sei dafür "auch ein Grund“, wie Schäffer einräumt. "Der Fachkräftemangel macht sich zu 100 Prozent bemerkbar. Es ist sehr schwer, Köche und Kellner zu finden.“ 
Bis das Vorweihnachtsgeschäft für Martina Sauermann und ihr Team los geht, dauert es noch ein bisschen. "Jetzt im Oktober stehen zunächst noch ein paar Hochzeiten an, dann kommt Allerheiligen mit dem Thema Grabgestaltung“, sagt die Inhaberin der Blumengalerie in Künzelsau. Drei Wochen vor dem ersten Advent beginnt sie dann aber – die heiße Phase, in der jede Menge Gestecke und Kränze gebastelt werden müssen. "Der November ist für uns der arbeitsreichste Monat“, sagt die Floristin.

Frühbucherwelle

Die ersten Weihnachtssterne gibt’s allerdings jetzt schon. Sauermann: "Das Wetter war ja nicht mehr ganz so toll.“ Da holten sich viele ein bisschen Farbe ins Haus. An Weihnachten sind neben den traditionellen Kränzen aus Tannenzweigen vor allem solche aus Moos oder Rebholz gefragt, beobachtet Sauermann.

Das nächste Jahr bereits fest im Blick hat Joachim Schmidt – insbesondere die Pfingst- und Sommerferien. Denn Reisewillige kommen schon jetzt zu ihm und fragen nach günstigen Angeboten. "Wir sind mittendrin in der Frühbucherwelle“, sagt der Inhaber des Tui-Reisecenters in Künzelsau. Der Hauptteil des Weihnachts- und Silvestergeschäfts war für ihn hingegen seit Juli vorbei – auch wenn natürlich immer noch die eine oder andere Reise über die Festtage gebucht werde. Besonders beliebt: die Karibik und die kanarischen Inseln. "Und an Silvester typisch: Städtereisen nach Hamburg, Berlin oder Budapest“, erklärt Schmidt. 

Wer übrigens kurzfristig über die Festtage weg will, dessen Erwartungen auf ein Schnäppchen muss Schmidt dämpfen. "Das Last-Minute-Geschäft gibt es in meinen Augen so nicht mehr“, sagt der Reiseverkehrskaufmann. Sein Tipp: "Wer ein Schnäppchen haben will und 2018 an Pfingsten oder im Sommer verreisen möchte, sollte nicht erst bis nächsten März oder Januar warten.“

 

 

 

 

 

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