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Große Betroffenheit nach Bluttat

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"Was ist nur in Öhringen los?“ "Das wird ja immer schlimmer.“ So und ähnlich äußern sich Facebook-Nutzer in der Gruppe "Du weißt, dass Du aus Öhringen bist...“ Sie reagieren mit Unverständnis auf die Bluttat, die sich Mittwochabend auf dem ehemaligen Laga-Gelände zugetragen hat. Ein 17 Jahre alter deutsch-türkischer Jugendlicher hatte sich an der Radwegbrücke beim Kleinspielfeld mit einem zwei Jahre Älteren zu einer Aussprache getroffen. Der Streit eskalierte. Der Jüngere fügte dem 19 Jahre alten Polen eine Stichverletzung zu. Gegen 23 Uhr starb das Opfer in der Klinik. 

Zeugen und Hinweise gesucht

Der mutmaßliche Täter war noch am Abend nach der sofort eingeleiteten Fahndung gefasst und verhaftet worden. Der Haftrichter hatte am Donnerstag Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Die Polizei sucht Hinweisgeber, die am Mittwochabend Beobachtungen gemacht haben.Warum sich die beiden Jugendlichen gestritten und an der Radwegbrücke getroffen hatten, ist Gegenstand der Ermittlungen.

"Früher haben sich die Jugendlichen geprügelt. Heute wird gleich zugestochen“, wundern sich Facebook-Nutzer über eine zunehmende Verrohung. Man traue sich kaum noch, alleine abends in Öhringen unterwegs zu sein, kritisieren Spaziergänger die Gruppen Jugendlicher, die sich an öffentlichen Plätzen treffen und deren oft aufgeheizte Stimmung Sorge bereite. Der Tatort ist der Polizei nicht als Brennpunkt bekannt: "Die Tat war unabhängig vom Ort. Das hätte sich überall ereignen können“, erklärt der zuständige Polizeisprecher.

 

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