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Sich trauen und die richtige Wahl treffen

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Für Guiseppina Geraci war der Studienkompass ein Glücksfall und "ein großes Geschenk“. Das auf drei Jahre angelegte Förderprogramm der Stiftung der Deutschen Wirtschaft lotste sie behutsam auf den richtigen beruflichen Weg und zum richtigen Studienfach. Begleitet wurde sie in den letzten zwei Jahren vor dem Abi und im ersten Jahr an der Uni – so wie bundesweit 3000 junge Leute vor ihr. 

Studienkompass

Die junge Frau studiert Biologie und Spanisch auf Lehramt und eben nicht Medizin, was ihr geheimer Traum gewesen war. Aus Angst, ausgelacht zu werden, hatte sie sich niemandem anvertraut. Ihre aus einfachen Verhältnissen stammenden Eltern hatten zu ihrem Wunsch, das Abi zu machen und zu studieren, nur gesagt: "Mach das, Kind“. Ihr helfen konnten sie nicht.

Erst als sie in die Stuttgarter Regionalgruppe des Studienkompass aufgenommen worden war, erkannte sie, dass sie sich unter dem Medizinstudium und Arztsein etwas ganz anderes vorgestellt hatte. Man hatte ihr dazu ein Klinik-Praktikum vermittelt, sie mit Ärzten in Kontakt gebracht. In Workshops lernte sie ihre Stärken, Interessen und Potenziale kennen. Auch finanziell wurde der Weg ins Studium geebnet. Am Donnerstag sprach Giuseppina Geraci auf dem Bildungscampus vor 20 neuen Studienkompass-Teilnehmern aus dem Raum Heilbronn.

Wenige Abbrecher

Zum ersten Mal können jetzt auch Gymnasiasten von hier das Förderprogramm durchlaufen. Die AIM, die Heilbronner Akademie für Innovative Bildung und Management, macht es möglich. Die Gruppe nimmt an Workshops, Veranstaltungen und Exkursionen teil, baut wichtige Kontakte und Netzwerke auf. Jeder einzelne bekommt einen persönlichen, ehrenamtlichen Mentor an die Seite gestellt.

Bei der feierlichen Aufnahme in das Programm betonte AIM-Leiterin Tatjana Linke, dass der Studienkompass einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit leistet und soziale Bildungsbarrieren einreißt. Denn es studieren deutlich weniger Kinder aus Nichtakademiker-Familien als solche mit studierten Eltern. Hier setzt der Studienkompass an und motiviert die jungen Leute, sich zu trauen und sich mehr zuzutrauen. Dr. Ulrich Hinz von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft unterstrich die großen Erfolge des seit 2007 laufenden Programms: 95 Prozent der Geförderten nahmen tatsächlich ein Studium auf. 90 Prozent haben ihr Wunschstudium gefunden und nur fünf Prozent brachen ihr Studium ab. 

 

 

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