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Kooperation mit Kunst bestärkt

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Den lautesten Applaus des Tages erntet Schülersprecher Simon. Nachdem bereits Pressesprecher und Geschäftsleitung der Firma Binder sowie Schulleiterin Susanne Friedrich zu Wort gekommen sind, verliest der Zehntklässler der Astrid-Lindgren-Schule seine Rede: "Wir freuen uns, dass Sie gekommen sind und begrüßen Sie ganz herzlich zu unserer Kunstausstellung“, sagt er ins bunt gemischte Publikum. 

Feierliche Vernissage

Bunt gemischt – was normalerweise floskelhaft klingt, ist bei dieser Vernissage tatsächlich Programm. Eine Woche lang haben sich alle Klassen der Astrid-Lindgren-Schule für Geistig- und Körperbehinderte nämlich mit dem Thema "Menschen, Begegnungen, Vielfalt“ auseinandergesetzt und ihre Gedanken und Gefühle zum Motto künstlerisch verarbeitet. Entstanden sind Bilder, Collagen, Skulpturen und Figuren aus Materialien, die die Schüler zu Hause oder auf dem Schulgelände gefunden haben.

Bis Weihnachten stehen die Werke nun im Foyer des Elektrotechnikkonzerns Binder, wo am Donnerstag auch die feierliche Vernissage für Mitarbeiter und Eltern stattfand. Mit Binder ist die Schule schon seit vielen Jahrzehnten verbunden: Es waren die Firmengründer Franz und Margot Binder, die in den 70er Jahren den ersten Kontakt knüpften. Seither unterstützte Binder die Schule regelmäßig finanziell, seit etwa anderthalb Jahren finden nun auch Projekte statt, die die Partnerschaft erlebbar machen sollen.

Einblicke in die Berufswelt

"Wir waren in der Innenstadt unterwegs und haben Leute mit Kameras interviewt. Wir haben sie gefragt, was Vielfalt für sie bedeutet“, erzählt Simon. Der fertige Film dokumentiert außerdem die Projektwoche, in der die Kunstwerke entstanden sind. Eine Klasse legte beispielsweise zunächst eine Figur aus Konservendosen auf den Fußboden, anschließend bauten die Schüler ihren Dosenmann dreidimensional auf. Einige Schüler, die nicht oder nur schwer laufen können, durften ihre Hände und Füße in Farbtöpfe tauchen. Als Ergebnis hängt nun ein Plakat voller bunter Abdrücke an der Wand.

Schulleiterin Susanne Friedrich freut sich über die künstlerischen Ergebnisse genauso wie über die Intensivierung der Partnerschaft: "Wir möchten die Wahrnehmung für unsere Kooperation steigern und gleichzeitig den Schülern einen Einblick in die Berufswelt ermöglichen“. Auch mit anderen Firmen unterhält die Astrid-Lindgren-Schule Partnerschaften, für die behinderten Schüler sind sie oft wertvolle Quellen für Kontakte, Praktika oder berufliche Orientierung. Bei Binder fand im vergangenen Jahr bereits ein kleiner Weihnachtsverkauf mit selbstgebastelten Dekoartikeln statt, auch für diesen Advent ist der Stand sowie ein Christbaumverkauf für die Eltern geplant.

Nach Weihnachten wird Binder sich dann wieder von der Kunst in seinem Foyer trennen: "Es gab schon eine Anfrage für einen weiteren Ausstellungsort“, erzählt Schulleiterin Friedrich. Dann werden die Kunstwerke – getreu ihrem Motto – auch für eine vielfältige Öffentlichkeit erlebbar.

 

 

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