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Bunte Werke zum Jubiläum

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Es wird ein großes Fest: Am 11. November feiert die Katholische Fachschule in Neckarsulm ihr 45-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wird Bischof Dr. Gebhard Fürst der Einrichtung den Namen "Sankt Martin“ verleihen. "Die Idee ist aus einer langen kulturellen Diskussion heraus entstanden“, sagt Schulleiter Dr. Thomas Ochs. Mit der berühmten Szene, in der Martin von Tours seinen Mantel mit einem Bettler teilt, könnten sich die Auszubildenden alle identifizieren – Christen, Muslime und Nicht-Religiöse. Zum Festakt wird ein Martinsspiel aufgeführt, und Dr. Christoph Knoblauch von der Universität Tübingen wird zum Thema Inklusion sprechen. Neben den rund 300 Teilnehmern sind auch die Kinder der Neckarsulmer Kitas eingeladen. Zum Abschluss werden alle gemeinsam vor das Schulhaus treten und ebenso viele Luftballons in den Himmel steigen lassen. "Es freut mich sehr, dass es so ein Miteinander war“, sagt Thomas Ochs. "Wir haben uns vor einem Jahr gemeinsam auf den Weg gemacht.“ 

Schulhaus gemeinsam gestalten

Bei den Vorbereitungen entstand auch die Idee, dass die Schüler selbst ihr Schulhaus gestalten. Bisher waren an den Wänden wechselnde Kunstwerke auf Schienen ausgestellt. "Das bleibt für ewig“, sagt Dennis Szeif. Gemeinsam mit Lee Phillips arbeitet er an einem der hohen Werke am Aufgang zum ersten Stockwerk der Einrichtung. "Man muss langsam machen.“ 

Anfang der Woche haben die Auszubildenden angefangen, mit Künstlerin Vera Lasota die Motive auf die Wände zu übertragen. Mit einem Diaprojektor wurden die Kirchenfenster unbekannter Künstler auf die weißen Grundflächen des Schulhauses projiziert. Immer acht Schüler konnten zusammen an den verschiedenen Stationen arbeiten. Im Eingangsbereich soll künftig der Name der Schule zu lesen sein: "Katholische Fachschule St. Martin“. Im Treppenhaus entsteht ein Kirchenfenster in Pastellfarben. Im ersten Obergeschoss verewigen die Schüler den Namensgeber ihrer Schule in einem Wandgemälde. "Wir gestalten alles transparent mit Schwamm-Technik“, erklärt Vera Lasota. "So, dass man später die Glasstruktur sieht.“

Individualität 

Eine Farbschicht nach der anderen aufzutragen erfordert Geduld. "Das Schöne ist, dass mehrere Schüler an einem Werk arbeiten können“, sagt die Künstlerin. "Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem jeder seine eigene Handschrift einbringen kann.“ Die Bilder sind grob vorgegeben, aber die Schüler können bei der Umsetzung experimentieren. Die Farben blau und gelb kommen in allen Werken vor. "So passen alle harmonisch zusammen“, fügt Lasotta hinzu. "Fröhlich und bunt.“ 

Im Flur des ersten Stockwerks arbeiten Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs an mehreren kleineren Bildern. "Am besten gehen die Übergänge, wenn alles noch ganz nass ist“, stellt Jaqueline Stahl fest. Mit Pinseln tragen sie zuerst die Acrylfarbe auf. Anschließend wird sie mit einem Schwamm vorsichtig bearbeitet, so dass feine Abstufungen und sanfte Übergänge in den einzelnen Bildausschnitten entstehen. "Das ist schon ziemlich cool“, findet Katii Faust. "Vorher war alles weiß. Es ist toll, dass wir das selbst machen können.“ Dem stimmen auch Jaqueline Stahl und die anderen Mädchen zu: "So hat es Individualität.“

 

 

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