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Umgestaltung des Campusparks beginnt

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Mehr als 30 Meter hoch, eine gut 20 Meter breite Krone, 165 Jahre alt: Die wohl größte Platane der Stadt steht hinter der Rollsporthalle beim Europaplatz, kaum beachtet. Das soll sich ändern. Mit der Umgestaltung des 2,5 Hektar großen Geländes zum neuen Campuspark sollen Prachtexemplare wie die Platane besser zur Geltung kommen. 

Artenschutz

Der Park wird Teil der Bundesgartenschau im eingezäunten Bereich. Die Arbeiten starten in den nächsten Tagen. 26 Bäume tragen ein grünes X und werden der Säge zum Opfer fallen. 116 Exemplare bleiben.
"Wir nehmen einige Bäume raus, um dafür andere zu stärken“, erläutert Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas. Im Falle der großen Platane etwa werden zwei benachbarte Bäume gefällt, die sich einseitig und dazu schief entwickelt haben, weil ihnen der Platz fehlt.

Dass viele alte Bäume erhalten werden, steht für Oliver Toellner, Leiter der Buga-Planungsabteilung, ganz im Einklang mit den Wünschen künftiger Gartenschaubesucher: "Diese schätzen gewachsene Strukturen, deshalb sind wir sehr froh über den Parkabschnitt, der als einziger einen alten Baumbestand bieten wird.“
Beim Artenschutz sind die Pläne für den Campuspark mit einem Gutachter abgestimmt. Viele alte Bäume zu beiden Seiten der Bleichinselbrücke bieten Lebensraum für sechs verschiedene Fledermausarten, darunter der streng geschützte Große Abendsegler. Für Fledermäuse kommen Bäume erst in der Absterbephase als Quartier in Frage, erläutert Norbert Menz vom Tübinger Büro für Umweltplanung. Noch für Jahrzehnte seien solche Gehölze als Parkbäume geeignet. Die Verkehrssicherheit muss man ohnehin regelmäßig überprüfen. Das städtische Betriebsamt hat dafür eigens eine Baumklettertruppe im Einsatz. 

Erholungsfläche

Gerade in alten Platanen, Robinien, Eschen, Ahorn oder Schwarznuss finden Fledermäuse Spechthöhlen als Schlafquartier. "Von den Fällungen im Campuspark ist kein Baum betroffen, der für Fledermäuse geeignet ist“, betont Umweltexperte Norbert Menz. Bäume, in denen bereits Fledermäuse Quartier bezogen haben, habe man ebenso ausgenommen wie diejenigen Bäume, die künftig als Habitat in Frage kommen. In den Plänen bleibt die Rollsporthalle des REV erhalten. Im Innern sorgt der Verein mit städtischer Hilfe für die Ertüchtigung. Während der Buga wird das Gebäude mit einer Gaze verhüllt. Weichen werden Holzhütten, Sportplatz und Minigolfbahnen. 1,8 Millionen Euro kostet der neue Park, der vor allem nach der Buga Bedeutung haben wird: Als Erholungsfläche für Studenten und Mitarbeiter des Bildungscampus’ und als Verbindung zu Stadt und Experimenta.

Die Planung löst auch den Hochwasserschutz: Statt eines sichtbaren Damms wird das Gelände modelliert und fällt zum Ufer hin ab: "Eine kluge Idee der Landschaftsplaner“, lobt Buga-Chef Faas.
26 gefällten Bäumen im Campuspark werden 25 Neupflanzungen gegenüberstehen: bereits drei bis vier Meter hohe Stieleichen, Sommerlinden und Silberahorn. Auf der Kraneninsel beginnen ebenso die Arbeiten. Sieben Bäume fallen, 18 werden neu gepflanzt. Stauden und Sträucher sollen die Atmosphäre eines Stadtdschungels erzeugen.

Außerplanmäßig müssen auch vier Bäume an der ehemaligen Kranenstraße fallen, die in den Neckaruferpark integriert werden sollten. Der Grund: Dort wütete Anfang Oktober der heftige Sturm. Zwei Platanen, eine Esche und ein Ahorn sind betroffen und müssen leider gefällt werden. "Ganze Baumkronen sind damals ausgebrochen“, berichtet Toellner. Die großen Platanen im künftigen Campuspark haben den Sturm dagegen unbeschadet überstanden. 

 

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