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Nachwuchsmusiker spielen ihre schönsten Stücke

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Ohne einen Einmarsch aller Musiker wäre der Samstagabend in der Stadthalle nicht derselbe. Zehn Jahre gibt es das Jugendblasorchester (Jubo) nun – und das wird gebührend mit Gästen gefeiert. Viele Akteure kommen deshalb auf die Bühne. Selbst die ganz Kleinen sind heute die Großen: Der Flötenchor unter Nadine Frieß spielt die ersten beiden Lieder des Abends: die Titelmusik der Zeichentrickserie Heidi und "Can You Feel The Love Tonight“ aus der "König der Löwen“. Jubo-Vorsitzende Astrid Schuh freut sich über die vielen Gäste, lädt dazu ein, die schönsten Stücke aus den zehn Jahren des Vereins zu hören. 

Was Gescheites machen

Ein klein wenig spricht sie über die Jubo-Geschichte, erinnert an den ersten Elternabend am 24. Mai 2007 und die erste Probe nur knapp einen Monat später. Das erste Konzert gab’s schon am 20. Oktober – also fast genau vor zehn Jahren. Schnell hatte der Verein 93 aktive Musiker. "Eine große Herausforderung“, so Schuh. Vor allem Geld wurde benötigt, für Instrumente und Noten. Wie gut, dass es auch rund 60 Fördermitglieder gab, welche die Aktiven auch bei den Kuchenverkäufen zur Aufbesserung der Kasse unterstützten. 

2008 gingen die ersten Anfragen für Auftritte ein. 2012 betrachtet die Vorsitzende als "Jahr des Umbruchs“: 15 Mitglieder wechselten zur Stadtkapelle. Dass heute die Kooperation mit dieser klappt, freut sie besonders. Schließlich feiert sie in diesem Jahr 40. Geburtstag – und tritt zum Zehnjährigen des Jubo an diesem Abend auch auf.

Dass Schuh bereits 25 Jahre alles für die Blasmusik gibt, das honoriert auch der Blasmusikverband Baden-Württemberg. Sein Hohenloher Vorsitzender Martin Dasing hat deshalb mit der Fördermedaille in Gold mit Diamant eine besondere Ehrung für sie. Der Vorsitzenden ist ihre Arbeit wichtig und sie erklärt: "Die Kinder, die da oben hocken, machen keine Dummheiten oder sitzen nur vor dem Fernseher. Die machen ´was Gescheites.“

Blasmusik bis Heavy Metal

An lustige Momente erinnern die jungen Moderatorinnen Sina und Michelle, die durch den Abend führen. Ihr Running-Gag über den Abend: Alle Geschichten enden mit "Also wieder Gosch halten und zuhören“, bevor Musik erschallt. So als die Jubo "Silver Creek Valley“ gespielt hat. Beim letzten Mal, als die Gruppe dieses Stück präsentierte, sei der Tisch des Kuchenbuffets zusammengebrochen. Vor der "Star Wars Saga“ kommt sogar ein verkleideter Darth Vader in den Saal, zu dem das Moderatoren-Duo mit breitem Grinsen meint: "Trompete kann der nicht spielen, so schlecht wie der Luft kriegt.“ Donnernden Applaus erhalten auch die Jubo-Kids, die ebenfalls auf bekannte Klänge aus "Skyfall“ oder "Game Of Thrones“ setzt. Unter der Leitung von Paul Krieger spielt die Neuensteiner Stadtkapelle dem Jubo mehrere Ständchen.

Ein Leckerbissen für die Ohren ist der Auftritt des Jugendblasorchesters Rickenbach (Schwarzwald). Seit die Neuensteiner bei einem Treffen in Schwäbisch Hall Gastgeber für die Musiker waren, pflegen sie eine Partnerschaft. "Wir kommen immer gern, auch wenn das Verreisen mit einem Orchester nicht immer einfach ist“, erklärt Dirigent Ralf Eckert – und beweist mit seiner Gruppe, dass sie sich in etlichen Genres von konzertanter Blasmusik bis Heavy Metal wohlfühlt.

 

 

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