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Den Erlebnispfad auf Fordermann bringen

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Eine ernüchternde Feststellung hat die Waldbegehung des Gemeinderats im Frühjahr gebracht: Der Naturlehr- und Erlebnispfad ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. "Die Idee war, dass sich jemand ehrenamtlich um die Sanierung kümmert, nachdem der Pfad um die Jahrtausendwende auch von Ehrenamtlichen angelegt worden ist“, sagte Bürgermeister Gerd Kreiter. Mit Werner Fröhlich war ein Kommunalpolitiker bereit, die Sache in die Hand zu nehmen. Bis in einem Jahr, so hoffen Kreiter und Fröhlich, soll der Pfad fertig sein. 

Besonderes Projekt

Gut versteckt im Haftenwald, gleich hinter dem bekannten Grill- und Spielplatz, beginnt der 3,5 Kilometer lange Rundkurs. Er wird nicht nur von Spaziergängern genutzt, sondern auch von Joggern, denn die Wege sind teilweise asphaltiert, zum Teil gut geschottert. "Der Pfad ist auch mit Kinderwagen und Rollstühlen zu bewältigen“, verdeutlichte Gerd Kreiter im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Wege sind noch in Ordnung, die Stationen aber sanierungsbedürftig: Holztafeln sind teilweise verwittert. "Manche Tafeln wie die für die Douglasie und die Elsbeere fehlen ganz“, stellte Fröhlich fest. Nach einer Inspektion des Pfads hatte er Kontakt zu einer ehemaligen Kollegin an der Heilbronner Wilhelm-Maybach-Schule aufgenommen. "Seit einigen Jahren müssen Schüler für das Abitur besondere Projekte in einem Neigungsfach realisieren, die Profilbezug zur Schule haben“, schilderte der ehemalige Berufsschullehrer.

Neue Ideen

Seine Idee: Im Bereich Gestaltungs- und Medientechnik könnte die Beschilderung des Pfades auf Vordermann gebracht werden. "Den Kurs besuchen Schüler, die später Werbe- oder Grafikdesign studieren wollen“, sagte Fröhlich. "Sie können auf diese Weise die Möglichkeit bekommen, ihre Kreativität auszuleben und etwas Nachhaltiges zu schaffen.“ Für die Benotung der Arbeiten ist nicht nur ein Entwurf, sondern auch dessen praktische Umsetzung gefragt. "Meine Kollegin wird das Projekt im Frühjahr den Schülern vorstellen“, erläuterte Fröhlich. "Danach werden wir schauen, ob die Schüler den Kurs und das Thema auswählen.“ Etwa zehn Schüler, so schätzt er, seien für das Projekt nötig. "Wir werden sehen, was dabei herauskommt“, meinte der Bürgermeister. "Wenn die Schüler gute Ideen haben, werden wir darüber sicherlich sprechen, wobei aber klar sein muss, dass wir bei der Beschilderung ein durchgängiges Prinzip einhalten und für alle Tafeln das gleiche Material verwenden wollen.“ 

Gerd Kreiter wünscht sich die Überarbeitung der Tafeln und schließt neue Punkte nicht aus. "Schön wären mehr interaktive Stationen, und vielleicht haben die Schüler ja Ideen, wie man das umsetzen kann.“ Den Naturlehr- und Erlebnispfad erreichen Besucher über die Industriestraße – der Beschilderung folgen. Vom Grillplatz aus geht es über den Rückweg, den Filz-Kätheri-Weg, den Neuwiesenweg und den Windengraben wieder zurück zum Grillplatz.

 

 

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