Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Haft wegen ständiger Diebstähle

zurück zur Übersicht

Ein Jahr und ein Monate Haft. So lautet das Urteil für einen 20 Jahre alten, in Öhringen wohnenden Syrer wegen fortdauernden Diebstahls. Das Urteil wurde noch im Saal des Amtsgerichts Heilbronn rechtskräftig. Von dem dortigen Jugendschöffengericht war der 20-Jährige wegen schwerer Körperverletzung und fünf Diebstählen angeklagt. 

Diebstähle in Heilbronn und Öhringen

Die von der Staatsanwältin angeklagten Fälle der schweren Körperverletzung mit Fäusten und in einem Fall auch mit einem Messer ließen sich schwer beweisen: "Wir können dem Angeklagten oder dem Opfer glauben“, entschied sich die Vorsitzende Richterin, diese Straftatsbestände „unter den Tisch fallen zu lassen.“ Zumal das 35 Jahre alte Opfer schwer erklären konnte, warum es immer wieder zu Handgreiflichkeiten zwischen ihm und dem Opfer gekommen war. Möglicherweise, weil der 35 Jahre alte Syrer, der in seiner Heimat als Anwalt gearbeitet haben will, den Jüngeren immer wieder bei dem Sicherheitspersonal der Flüchtlingsunterkunft anschwärzte, wenn er vermutete, dass der Jüngere von einer Diebestour zurück kam.

Er sei nachts von dem Jüngeren geweckt und mit den Fäusten trakiert worden, erklärte der 35-Jährige. Ein anderes Mal sei der Angeklagte mit einem Messer auf ihn losgegangen. Dann wieder habe er zehn Faustschläge kassiert. Der Jüngere sei oft alkoholisiert gewesen, sagte der Ältere. Einen Grund für die Übergriffe konnte er nicht wirklich nennen. Somit blieben die Diebstähle: Schuhe, Jeans, Parfüm habe er gestohlen, um die Dinge an andere Asylbewerber zu verkaufen, warf ihm die Staatsanwältin vor. Bei den fünf aufgeführten Diebstählen in Heilbronn und Öhringen war er immer vom Personal ertappt worden. Er räumte ein, dabei einer Verkäuferin seinen Rucksack ins Gesicht geworfen zu haben. Außerdem habe er gebrüllt: "Ich bin krank im Kopf.“ Sie hatte ihn wegen des Diebstahls einer Unterhose für 3,95 Euro aufgehalten.

Bei der Abwägung, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht herangezogen werden sollte, verwies die Richterin auf vorhergehende Urteile vom Amtsgericht Öhringen. Die verhängten Arbeitsstunden seien nicht abgeleistet worden. Damit seien die erzieherischen Maßnahmen ausgereizt, erklärte die Richterin und griff zum Erwachsenenstrafrecht. Wegen der ungünstigen Sozialprognose wurde auf die Aussetzung der Strafe zur Bewährung verzichtet. 

 

 

Galerien

Regionale Events

Nightshopping

Am 29. Oktober öffnen die Heilbronner Geschäfte bis 22 Uhr ihre Türen.