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Hier entsteht ein Holzhaus für 82 Studenten

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Ab sofort wird gebaut. Zum Wintersemester 2018 sollen 82 Studierende das neue Wohnheim in der Cäcilienstraße beziehen. Das Studierendenwerk Heidelberg investiert 4,92 Millionen Euro. Und das Land stellt das Grundstück in Erbbaupacht zur Verfügung. Vor einigen Tagen war erster Spatenstich für das Großprojekt. 
Bauboom Es wurde auch Zeit. Rektorin Nicole Graf erinnert sich gut, wie sie Studentenwohnheime forderte, als die Duale Hochschule 2010 nach Heilbronn kam. Es wurde gebaut – Paula, Roberta, Puro, App One und App Two, immerhin 13 Wohnheime gibt es inzwischen, die kleineren privaten gar nicht mitgezählt. Weit über 1000 Studierende wohnen in Heilbronn in einem Wohnheim. Doch das Projekt in der Cäcilienstraße ließ auf sich warten. Für den Neubau musste eigens ein Bebauungsplan erstellt werden. Seit die Gerichtsreferendare aus den Altbauten auszogen, verstrichen nochmals anderthalb Jahre. 

Viergeschossig

Viergeschossig, etwa 12 Meter ragt das neue Stuwo in die Höhe, ist damit weit höher als die Mehrfamilienhäuser in der Nachbarschaft und wirkt im Vergleich zu dem fast doppelt so hohen Gerichtsgebäude doch recht klein und kompakt. Die Firma Liwood aus München erstellt einen sogenannten Hybridbau – in der Horizontalen Beton, in der Vertikalen Holz, Fichte aus Süddeutschland und Österreich. Wenn die Bodenplatte fertig ist, kann in nur vier bis fünf Wochen der Holzbau aufgeschlagen werden. Etwa drei Monate nimmt der Innenausbau in Anspruch. Deshalb ist sich Christian Czerny von Liwood absolut sicher, den Fertigstellungstermin Oktober 2018 einhalten zu können.

Auf dem nur flach geneigten Dach des Stuwo werden eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage installiert. Geheizt wird mit Strom, doch der soll nur in winterlichen Spitzenzeiten aus der Steckdose kommen. Stolz verweist Ulrike Leiblein, die Geschäftsführerin des Studierendenwerks Heidelberg, darauf, dass in dem Neubau auf Primärenergie fast verzichtet werden kann. Die Betriebskosten – und damit die Miete – sollen möglichst gering ausfallen.

Parkplatzsuche

Jeder Student hat ein knapp 20 Quadratmeter großes Zimmer. Dazu kommt ein Minibad von drei Quadratmetern mit Dusche, Klo, Waschbecken, Spiegel und Ablage. Auch die Nasszelle ist ein vorproduziertes Modul aus Holz. Zu jeder Wohneinheit gehört eine 1,2 Meter breite Küchentheke mit Kochfeld, Spüle, Kühlschrank und zwei Hochschränken. Ein Lern- und Aufenthaltsraum und eine gemeinsame Waschküche sind geplant. Ein "Kommunikationszentrum“ soll später angebaut werden.

Große Sorgen machen sich die Anlieger, dass sich mit dem Zuzug der Studierenden die Parkplatzsuche verschärfen könnte. Denn für das Stuwo werden hinterm Haus nur 17 Stellplätze angelegt. "Das ist baurechtlich sauber berechnet“, verweist Baubürgermeister Winfried Hajek auf den Schlüssel 1:5, ein Stellplatz pro fünf Wohnheimplätze. Statt an Autos wird an Fahrräder gedacht, für sie gibt es 40 überdachte Abstellplätze. Bildungscampus und der Campus Sontheim sind in wenigen Minuten – per Rad oder auch zu Fuß – erreichbar. Zur Bushaltestelle ist es nicht weit. 

Hajek ist überzeugt: "Die Studenten sind doch froh, wenn sie kein Auto brauchen.“ Auch Christian Czerny, der erfahrene Erbauer von Studentenwohnheimen, ist sich sicher: "Die haben keine Autos.“

 

 

 

 

 

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