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Jugendarbeit funktioniert hervorragend

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Es ist ein Satz, den wohl nicht allzu viele Vereinsvorstände sagen können. "Wir wissen nicht warum, aber bei uns funktioniert es mit dem Nachwuchs gerade unheimlich gut“, freut sich Ulrich Blattert, Zweiter Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Lauffen. "Wahrscheinlich liegt es an unseren Jungen, die sich sehr für die Gemeinschaft einsetzen.“ Am Samstag feiert die Ortsgruppe (OG) – mit knapp 300 Mitgliedern eine der größten im Bezirk Heilbronn – in der Lauffener Stadthalle ihr 50-jähriges Bestehen.

Jugendzeltlager

Als Heinrich Güßler berufsbedingt nach Lauffen zieht, gibt es hier nur einen DLRG-Stützpunkt. Weil er aber schon die OG im damaligen Großgartach groß gemacht hatte, wird Güßler vom Bezirk gefragt, ob er sich nicht auch um Lauffen kümmern möchte. "Zuerst wollte ich nicht, meine Frau wusste ja genau, was das bedeutet“, erinnert er sich. Mit viel persönlichem Einsatz bekommt Güßler 38 Leute zusammen, um die OG zu gründen. Jugendzeltlager bringen Nachwuchs. "Die Führungsriege von heute stammt aus dieser Zeit, und es sind auch viele Ehen aus diesen Gruppen hervorgegangen“, erzählt Güßler lächelnd.

1300 Helferstunden

Einer der ersten großen Einsätze ist ein Motorbootrennen auf dem Neckar. Das muss noch ganz ohne eigenes Boot oder Funkgeräte gestemmt werden. "Der Bezirk kaufte uns ein Holzboot, aber das war so morsch, dass es kurz vor Weihnachten sank. Wir haben es dann bei einem großen Fest bei strömendem Regen verbrannt.“ Heute ist das Angebot der OG auch bei Nichtmitgliedern sehr beliebt. Für die beiden Aquajogginggruppen gibt es Wartelisten, die Schwimmkurse für Kinder sind regelmäßig ausgebucht. "Seit 1967 sind da bei jährlich 50 Kindern einige zusammengekommen“, überschlägt Ulrich Blattert. Rund 60 Jugendliche trainieren im Verein in sechs Gruppen, dazu kommen 20 Erwachsene.

Jan Blattert, der Technische Leiter, nennt drei Säulen, auf denen die OG aufgebaut ist. Der mobile Wasserrettungsdienst mit 13 Einsatzkräften wird bei Unfällen mit dem Stichwort Wasser über die Leitstelle alarmiert. Fast 30 Wachgänger übernehmen Veranstaltungsabsicherungen am oder im Wasser, wie jetzt beim Neckar-Aktionstag. Und die Seewache leistet Dienste an den Seen der Region. Im Freibad wird dagegen kein Rettungsdienst mehr übernommen. "Im Sommer sind wir quasi jedes Wochenende unterwegs“, verweist Blattert auf rund 1300 Helferstunden allein in diesem Jahr. Die Kunst sei es, die Anzahl der Aktiven hoch zu halten.

Das gelingt auch dank JET, dem Jugendeinsatzteam. "Damit führen wir die Jugend langsam an die Aufgaben heran, bilden selber aus und weiter“, so Blattert. Damit ein reibungsloser Übergang vom Schwimmer über den Rettungsschwimmer und Wachgänger bis zur Einsatzkraft möglich ist.

 

 

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