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Verlängerung der Stadtbahn rückt näher

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Die Pläne der Landesregierung für die weitgehende Elektrifizierung aller Bahnstrecken in Baden-Württemberg kommen im Hohenlohekreis gut an. Die Heilbronner Stimme hatte am Samstag berichtet, dass Verkehrsminister Winfried Hermann in den nächsten zwei Jahrzehnten fast das gesamte Schienennetz im Land elektrifizieren will. 

Drei Abschnitte

Dafür wollen Bund und Land in drei Abschnitten weit mehr als eine Milliarde Euro investieren. In einer zweiten Tranche soll bis zum Jahr 2025 auch die Hohenlohebahn zwischen Öhringen-Cappel und Schwäbisch Hall-Hessental komplett elektrifiziert sein. "Ich begrüße ausdrücklich, dass das Land einen Bedarf für eine Elektrifizierung auf der Hohenlohebahn sieht. Dies wäre eine enorme Verbesserung für die Infrastruktur in unserem Landkreis“, betont der Landrat des Hohenlohekreises Dr. Matthias Neth gegenüber der HZ

Eine Elektrifizierung des Teilabschnitts wird seit Jahren diskutiert. Sie ist die Grundlage dafür, dass auch Stadtbahnen auf der 32 Kilometer langen Strecke fahren könnten. Bisher enden die Elektroleitungen in Öhringen-Cappel. Erst ab Schwäbisch Hall-Hessental ist die Strecke dann wieder elektrifiziert. "Wenn es jetzt einen konkreten Zeitplan geben sollte, wäre das sehr positiv und würde uns unserem Ziel, die Stadtbahn von Heilbronn über Öhringen hinaus zu verlängern, einen wesentlichen Schritt voranbringen“, freut sich auch Christian von Stetten. Der CDU-Bundestagsabgeordnete hatte im vergangenen Jahr den Plan ins Spiel gebracht, die Strecke mit Hybridzügen zu überbrücken und für dieses Pilotprojekt auf Bundesgelder gehofft. Den Plan will Christian von Stetten nun für die Strecke von Waldenburg bis Künzelsau weiterverfolgen. "Da wir hier realistisch gesehen in den nächsten 20 Jahren keine volle Elektrifizierung bekommen, werden Hybridzüge beziehungsweise Elektrozüge mit einem Speichermedium trotzdem gebraucht“, unterstreicht von Stetten. Allerdings wurde die Strecke 1995 förmlich stillgelegt und später zurückgebaut. Die Schienen müssten zuerst neu verlegt werden.

Vorgaben

Die Wirtschaftlichkeitsprüfung hatte zudem ergeben, dass die Strecke die Vorgaben nicht erfüllt. Der Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann verweist darauf, dass sich die Grundlagen seither stark verändert hätten. "Damals gab es weder das Carmen-Würth-Forum, noch das geplante große Baugebiet in Gaisbach“, betont Neumann. Eine Elektrifizierung der Hohenlohebahn würde den Plänen der Kreisstadt einen neuen Schub geben. "Wenn das spruchreif wird, kann ich mir gut vorstellen, dass wir ein neues Gutachten machen“, erklärt Neumann. Am Freitag will Verkehrsminister Hermann seine Pläne in Stuttgart öffentlich vorstellen. 

 

 

 

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