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Heinzelmännchen sorgen für Hochglanz

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Kaum haben die Lehrer ihre Schüler am letzten Schultag verabschiedet, stehen schon die fleißigen Schul-Heinzelmännchen quasi Besen bei Fuß: Unmittelbar mit Ferienbeginn startet nämlich der jährliche Großputz an den Schulen, so auch an Neuenstadts Helmbundschule.

Die Klassenzimmer werden leer geräumt

Die Reinigungskräfte müssen zuerst sämtliches bewegliches Mobiliar aus den Klassenzimmern entfernen. "Für die Generalreinigung an der Helmbundschule räumen wir rund 1.500 Stühle und 800 Tische aus den Klassenzimmern“, überschlägt Hausmeister Rainer Dierolf. "Das ist notwendig, damit wir die alte Wachsschicht professionell von den Fußböden entfernen können.“ Nach gründlicher Reinigung wird dort eine neue Wachsschicht aufgebracht, die wieder für ein Jahr den Boden versiegelt.

Schüler machen mit

Mit seinen sieben festangestellten Putzfrauen könnte der Hausmeister dieses Pensum nicht bewältigen. Deshalb stellt er – im Auftrag der Stadt – jedes Jahr eine ebenso große Zahl an Ferienjobbern als Aushilfskräfte ein. Viele von ihnen sind Schüler. "Meine altbewährten Mitarbeiterinnen wissen genau, wo sie anpacken müssen“, ist Rainer Dierolf voll des Lobes. Aber auch von den Schülern zeigt er sich begeistert: "Von denen gibt es niemanden, der aus der Reihe tanzt!“ In der Regel arbeiten diese eineinhalb bis zwei Wochen, um ihr Taschengeld aufzubessern.

Hitze und körperliche Belastung

Bereits das vierte Jahr dabei ist Vanessa Kaiser. Sie putzt gerade eifrig die Fenster im Lehrerzimmer. "Da ich jetzt das Fachabitur und mich bei der Bundespolizei beworben habe, wird dies mein letzter Putzeinsatz sein“, meint sie lachend. Über den Arbeitsbeginn um sechs Uhr ist sie froh: "Da ist es noch kühl, und man hat früh Feierabend.“

Wegen Hitze und körperlicher Belastung hat Hausmeister Dierolf die reine Arbeitszeit auf sechs Stunden begrenzt. Darüber sind die professionellen Mitarbeiterinnen gleichermaßen froh wie die Ferienjobber. Nachmittags seien sie von Arbeit und Hitze alle "ziemlich platt“. 

Voll Elan und Körpereinsatz schieben der 16-jährige Jonas Bauer und der 17-jährige Hannes Dehn ein kesselförmiges Reinigungsgerät durch die Klassenzimmer. "Diese Einscheibenmaschine hilft, die Wachsschicht von den Fußböden zu entfernen“ erklärt der Hausmeister. 

Eklige Wandmalereien

Unter seiner Anleitung darf Kathrin Steindorf das Wachs auf die gereinigten Böden auftragen. "Das ist gar nicht so einfach, da bei der Hitze das Hartwachs recht schnell trocknet“, erklärt Dierolf.

Derweil sind die Zehnt- beziehungsweise Elftklässlerinnen Mona Kundt, Maike Harre und Sonja Eisenmann damit beschäftigt, Schränke, Wände und Tafeln der Klassenzimmer zu reinigen. Dabei regen sie sich so manches Mal über die Hinterlassenschaften ihrer Mitschüler auf: "Eklig wird es, wenn die Wände mit Kreide und Schokodrinks verschmiert sind“, ereifert sich Maike. "Am schlimmsten ist für mich“, meint Sonja, "die Kaugummireste zu entfernen. Dazu müssen wir sogar mit einer Spachtel ran.“

Innerhalb zwei Wochen

"Wenn alles planmäßig läuft, sind die Räume in zwei Wochen fertig geputzt und eingeräumt. Dann kann das nächste Schuljahr kommen“, freut sich Hausmeister Dierolf.

Für die Schüler und Schülerinnen eilt das nicht, sie feiern ihre Ferien. Derweil hat das Rektoratsteam alle Hände voll zu tun. "In großen Linien stehen schon Deputate, Raumverteilung und Stundenplan“, berichtet Rektor Erik Rau. Bis zum September wird alles stehen, da ist er zuversichtlich.

 

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