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Spagat auf der Theresienwiese

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Lange hingen die Schausteller in der Luft, vielen Besuchern geht es bis heute so. Sie fragen sich: Was passiert eigentlich mit dem Volksfest im Jahr der Bundesgartenschau 2019? Ursprünglich sollte die Theresienwiese tatsächlich als Buga-Außenstelle zu einem Park mit Hochwasserschutztreppen umgebaut und der Festplatz ans Frankenstadion verlegt werden. Wegen Kosten und Zeitdruck, aber auch wegen der Bedenken benachbarter Hightech-Firmen, seien die Pläne längst vom Tisch, erklärt Buga-Chef Hanspeter Faas.

Gewohntes Fest

Trotzdem fürchten viele Schausteller eine Achterbahnfahrt. Denn die drei Hektar große Festwiese wird 2019 zwischen April und Oktober zum Buga-Parkplatz für 1000 Fahrzeuge. Inzwischen hat man sich darauf verständig, Buga-Besucher während der Volksfest-Zeit auf andere Parkplätze etwa im Bereich Wohlgelegen und wochenends auf Firmengelände zu verweisen. Kurzum: Das Volksfest kann 2019 in gewohntem Rahmen stattfinden. Allein bei der Auf- und Abbauzeit sollten nach dem Wunsch von Buga-Chef Faas einige der insgesamt 20 Auf- und Abbautage eingespart werden.

Bekenntnis zum Volksfest

Bei manchen Schaustellergeschäften sei dies wohl möglich, erklärt Festwirt Karl Maier. Für sein großes Göckelesmaier-Zelt aber kaum, weshalb er "eine abschnittsweise Lösung“ finden müsse. Gleichzeitig ist es dem Stuttgarter Unternehmer wichtig festzustellen: "Wir danken der Stadt und dem OB ausdrücklich, dass wir als einzige während der Buga die Theresienwiese bespielen dürfen. Für mich ist das ein Bekenntnis zum Volksfest.“ Ob er das Thema Buga im Programm aufgreifen wird, sei noch offen. Möglicherweise könnte man ja im Fest einen Buga-Tag und umgekehrt auf der Buga einen Volksfest-Tag auf die Beine stellen.

Attraktivität steigern

Steffen Schoch von der Heilbronn Marketing Gmbh (HMG) hat bereits Reiseveranstalter motiviert, bei der Buga einen Abstecher aufs Fest einzuplanen, etwa zum Abschluss einer Busreise oder als Teil eines Touristik-Pakets. Zudem könnte er sich Rabattaktionen für Buga-Karten vorstellen und das Fest entsprechend bewerben. Schoch ist froh, dass das Fest nicht pausieren muss, was nach dem zunächst bis 2018 befristeten Vertrag tatsächlich zu befürchten gewesen sei. Erstens wäre dies schlecht fürs Image, zweitens für die HMG-Kasse. Durch 250 Belegtage nimmt die HMG normalerweise 230.000 Euro pro Jahr ein. 2019 dürften laut Schoch trotz Buga-Pacht unterm Strich 60.000 Euro fehlen. Neben Einnahmen für Veranstaltungen fallen Gebühren für den etablierten Park-and-Ride-Platz weg. Wohin diese Dauerparker ausweichen sollen, ist derzeit völlig offen.

Flank- und Bunkerturm wird Theresienturm

Gestalterisch wird sich auf dem Festplatz wenig ändern, allerdings soll der teils geschotterte, teils asphaltierte Platz bereits diesen Herbst innerhalb von fünf Tagen für 250.000 Euro saniert werden. Vor der Buga fertig sein soll auch die Erschließung des Flak- und Bunkerturms. Unter dem Titel "Theresienturm“ sammelt die Bürgerstiftung Sponsorengelder für eine spektakuläre Metallrampe, die mit Info-Tafeln den Turm zugänglich macht. Das Grünflächenamt richtet das direkte Umfeld her. Weil dabei auch Schuttreste abgetragen wurden, wird der Festplatz dadurch nicht beschnitten, sondern im Gegenteil optisch aufgewertet, betont Schoch.

Bahnhofsvorstadt als Klein-Kreuzberg

Einen Attraktivitätsgewinn für die Festwiese verspricht sich der HMG-Chef auch von der Neugestaltung des Umfeldes, also der internationalen Bushaltestelle an der Hafenstraße und des Busbahnhofs am Hauptbahnhof. Mittelfristig erhofft er sich durch die von der Kreativen-Szene propagierten Weiterentwicklung der Bahnhofsvorstadt "zu einer Art Klein-Kreuzberg“, dass die Theresienwiese "auch im Bewusstsein der Bürger näher an die City rückt“.

 

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