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Nächtliches Duell der Feuerwerker

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Blende elf, ISO 100. Die Belichtungszeit wählt Joachim Mell manuell per Fernauslöser. Der Fellbacher ist passionierter Hobbyfotograf und hat sich eingereiht in eine Batterie von Kameras auf den Stativen Gleichgesinnter. Sie sind Samstagnacht auf der Jagd nach dem spektakulärsten Foto. Mit Einbruch der Dunkelheit starten im Erlebnispark Tripsdrill bei Cleebronn die fünften Pyro Games. Neben Feuershow, Trommeleinlage und Lasershow verwandeln drei Feuerwerksfirmen in der warmen Sommernacht den Himmel mit hunderten Kugelbomben und zahllosen Raketenbatterien in ein sprühendes und funkelndes Lichtermeer.

Nationale Feuerwerksfirmen

"Ich liebe Feuerwerk über alles“, sagt Melanie Härther aus Fellbach. Vor zwei Jahren war sie mit ihrer Familie schon einmal bei den Pyro Games in Tripsdrill. "Das war die beste Show, die ich jemals gesehen habe“, sagt Melanie Härther. Und auch dieses Mal wird sie nicht enttäuscht. Die Feuerwerksfirmen Pyro-Genie (Berlin), Apollo (Potsdam) und Kürbs (Dresden) lassen die Feuerwerkskörper zum Takt der Musik am nächtlichen Himmel tanzen. Stimmt die Choreographie, gibt’s den verdienten Applaus. Den brauchen die Pyrotechniker dringend. Denn der Applausometer misst die Dezibel. Wer am meisten erntet, bekommt am Ende den Pokal.

Passend zur Musik

Ganz oben in der Gunst der Tausenden von Zuschauern steht André Herenz von der Firma Kürbs. Den ganzen Tag über bereitet der 40-Jährige zusammen mit zwei Kollegen sein Potpourri an Kugelbomben vom Kaliber 75 Millimeter vor. Rund 300 Kugelbomben und etwa 50 Großbatterien verkabelt er mit dem Computer, über den er anschließend die Sprengkörper zum Takt der Musik in den Himmel bläst. "Das Feuerwerk ist auf die Musikstücke zugeschnitten“, sagt der Pyrotechniker. Sind die Klänge sanfter lässt er Goldwasserfälle oder farbige Kometen regnen. Wird es rockiger, greift er auf knisternde Crackling-Sterne zurück. 

Feuerwehr in Bereitschaft

Der Rasen hinter der hölzernen Mammutachterbahn wird seit 10 Uhr morgens bewässert. Wegen der Hitze und der Trockenheit besteht erhöhte Brandgefahr rund um die Abschussrampen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Cleebronn, Brackenheim und Bönnigheim sind mit fünf Lösch- und mehreren Mannschaftstransportwagen in Bereitschaft. Aber noch mehr Sorge als ein möglicher Funkenflug bereiten den Blauröcken die zahllosen Zaungäste, die seit dem frühen Abend in den Weinlagen rund um den Michaelsberg mit Stühlen, Tischen, Liegen und Grill den Erlebnispark regelrecht umzingelt haben. Auch von hier aus lässt sich das Spektakel am Himmel trefflich beobachten. "Ich hoffe, dass wir heute Nacht keinen Einsatz haben“, sagt Feuerwehrmann René Curda aus Bönnigheim.

Lasershow

Drei Mal zwölf Minuten dauert das Spektakel am Himmel. In den Pausen sorgen 360-Grad-Events und Jürgen Matkowitz mit Feuer- und Lasershow für Kurzeweile. An den zahlreichen Verpflegungsständen bilden sich mitunter längere Schlangen. "Auch wenn es besser laufen könnte“, findet Sven Wagner aus Backnang, der ungarische Langos und gefrorenen Slush verkauft.

Claudia und Volker Zimmermann aus Gemmrigheim sind das erste Mal dabei. "Die Veranstaltung ist super organisiert“, finden sie. Auch Julia Joos aus Heilbronn hat der Abend gefallen. "Ich bin beeindruckt.“

 

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