Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Wer war Hartmanni?

zurück zur Übersicht

Das Eppinger Hartmanni -Gymnasium (HGE) zählt zu den bekanntesten Bildungseinrichtungen in der Region. Doch wer war eigentlich der Namensgeber der Schule? Anders als beispielsweise bei der Selma-Rosenfeld-Realschule oder dem Hugo-Koch-Stadion verbirgt sich hinter dem Namen Hartmanni keine Einzelperson, sondern eine alteingesessene Eppinger Familie: alteingesessen, begütert und wohltätig.

Ein Wohltäter für seine Heimatstadt

Verschiedene Familienmitglieder brachten es sowohl zu hohen kirchlichen als auch politischen Weihen. "Hatte sich schon der Generalvikar mit einer Stiftung für die Speisung von Armen in Eppingen fürsorglich eingesetzt, so hatte ein weiterer Hartmanni sich auch sehr wohltätig gezeigt und eine Stiftung für die Eppinger Lateinschüler gegründet“, hat Reinhard Ihle, Vorsitzender der Eppinger Heimatfreunde, herausgefunden. Hartmanni förderte damit finanziell die Absolventen der Eppinger Lateinschule und später der höheren Bürgerschule, wenn sie an der Heidelberger Universität studierten. "Diese Stiftung bestand über 400 Jahre lang“, berichtet Ihle. Der genannte Generalvikar, sozusagen der erste Wohltäter für seine Heimatstadt aus der Familie, war im Bistum Straßburg zu Hause. 

Gelebt hat die Familie im 15. und 16. Jahrhundert. Die Familienmitglieder erhielten ihren ersten Unterricht in der Eppinger Lateinschule, der Vorgängerin des heutigen Gymnasiums. "Von hier ausgehend schloss sich ein Studium an, meistens an der Heidelberger Universität, und dann ging es steil bergauf. Heute würde man sagen, sie machten Karriere“, so Ihle. Doch es gab nicht nur einen Generalvikar in der Familie. 

Professor an der Uni Heidelberg

Andreas Hartmanni wurde Professor an der Uni Heidelberg. Noch dazu wurde er sieben Mal , so oft wie kein anderer vor und nach ihm, zum Rektor gewählt.

Kurpfälzischer Kanzler und Berater des Kaisers

"Dessen Sohn Hartmannus wurde kurpfälzischer Kanzler, heute würde man sagen, Ministerpräsident, und er war dabei auch Berater von Kaiser Karl V“, so Ihle. "In dieser Funktion war er auf diplomatischem Feld in Europa unterwegs. Der Kaiser war mit seiner Arbeit so zufrieden, dass er ihn mit der damals höchsten Auszeichnung belohnte, die ein bürgerlicher Beamter erhalten konnte, er bekam einen erblichen Adelstitel.“ Die Bedeutung von Hartmannus zeigte sich daran, dass sein Epitaph bis 1689 in der Heidelberger Heiliggeistkirche stand.

 

 

Galerien

Regionale Events

Digitale Azubimesse

Mehr als 50 Unternehmen stellen von 14. bis 20. Februar ihr Aus- und Weiterbildungsangebot digital vor.

Neuer Impfpunkt

Die Stadt Heilbronn ergänzt ihr Impfangebot um die Harmonie.