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Vorkämpferin für Frauenrechte

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 Selma Rosenfeld, die Namenspatronin der Realschule, war die erste Eppingerin, die in den Vereinigten Staaten von Amerika Karriere machte. 1892 in Eppingen geboren, entschied sich die junge Frau für eine Laufbahn als Lehrerin. Ihre Eltern bewirtschafteten den damals schon bestehenden Ratskeller

Erste weibliche Lehrkraft in Eppingen

Im Alter von 20 Jahren bestand Rosenfeld das Lehrerseminar in Karlsruhe mit Auszeichnung und unterrichtete danach an verschiedenen Grundschulen, auch Gemmingen und Eppingen gehörten dazu. Reinhard Ihle, der Vorsitzende der Eppinger Heimatfreunde, fasste das Wirken von Selma Rosenfeld in Deutschland so zusammen: "Sie war die erste Eppinger weibliche Lehrkraft an einer Volksschule und später Professorin für Deutsch an einer amerikanischen Universität.“ 

Lehrerin in Kalifornien

Bereits 1924, als habe die Jüdin die kommenden Gräueltaten vorausgesehen, "ließ sie sich für zunächst ein Jahr beurlauben, um zu einem Studienaufenthalt in die USA zu gehen“, so Ihle, "allerdings kehrte sie dann nie wieder in den deutschen Schuldienst zurück.“ An der University of California in Los Angeles machte Rosenfeld ihren Masterabschluss und erlangte dort die Lehrererlaubnis

1930 trat sie eine Lehrtätigkeit am Los Angeles City College, dem ersten städtischen College in den USA, an. Abseits von Hitlerdeutschland und dem Zweiten Weltkrieg machte die Eppingerin in der Neuen Welt Karriere. "Sie hielt Vorträge über deutsche Schriftsteller und nach dem Krieg auch über das neue Erziehungswesen im Nachkriegsdeutschland“, hat Ihle herausgefunden. Gemeinsam mit dem Kollegen gab sie zwei Lehrbücher heraus.

Sie setzte sich früh für Frauenrechte ein

Die Bewahrung der deutschen Sprache lag Selma Rosenfeld am Herzen, stets blieb sie ihrer Muttersprache und der Kultur ihres Heimatlandes verbunden. Zudem gründete und leitete sie einen Mädchenchor, mit dem sie das Land bereiste, und setzte sich früh für Frauenrechte ein. 

Selma Rosenfeld war sehr beliebt bei ihren Schülern. Sie starb im Alter von 92 Jahren und wurde auf dem Mount Sinai Memorial Park in den Hollywood Hills bestattet. Was die engagierte Lehrerin auszeichnete war aber auch, dass sie ihre Verwandten, die den Krieg überlebt und nach Israel emigriert waren, nicht vergaß und sie unterstützte. Mehrmals besuchte sie auch Eppingen nach dem Krieg. 

 

 

 

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