Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Knorr-Werk soll neu geordnet werden

zurück zur Übersicht

Jetzt ist auch der Wegzug der Knorr-Großverbrauchersparte aus Heilbronn beschlossene Sache. 70 Stellen fallen damit wie erwartet am Standort weg – und die letzte nennenswerte Einheit, die nichts direkt mit der Produktion und der Logistik zu tun hat. 

Gut ein Drittel der Mitarbeiter zieht nach Hamburg

"Erfreulich groß“, so formuliert es ein Unilever-Sprecher, sei das Interesse der Heilbronner Foodsolutions-Mitarbeiter an einem Umzug ins schicke Hamburger Unilever-Haus. Ein Großteil der Gespräche sei abgeschlossen. "Wir rechnen damit, dass gut ein Drittel der Kollegen folgen wird.“ Zur Belohnung bezahlt ihnen das Unternehmen eine Übergangswohnung in Hamburg und eine Bahncard 100, wie aus Mitarbeiterkreisen verlautet.

Der Unilever-Sprecher möchte nur bestätigen, dass das Unternehmen die Betroffenen – wie immer bei solchen Verlagerungen – "unterstützt und intensiv begleitet“. Der Betriebsrat hat den Konditionen mittlerweile zugestimmt. Der Umzug soll entsprechend in den kommenden Wochen und Monaten vollzogen werden.

Im Fall der Forschungs- und Entwicklungsabteilung gehen nur ein knappes Viertel der Betroffenen mit ins holländische Wageningen, wo der Aufbau einer neuen, zentralen Forschung und Entwicklung nach Plan läuft, wie der Sprecher sagt. Zahlreiche der ursprünglich rund 220 Angestellten aus den Heilbronner Entwicklungsküchen haben sich inzwischen anderweitig umgeschaut und auch neue Arbeitsstellen gefunden. 

Ende 2020 Endet der Standortvertrag

Was aber geschieht mit dem Standort, wenn irgendwann im nächsten Jahr dann tatsächlich nur noch das Werk und die Logistik übrig sind? "Wichtig ist: Heilbronn ist und bleibt Knorr-Standort, wie im gemeinsamen Zukunftstarifvertrag vereinbart“, sagt der Unilever-Sprecher auf Stimme -Anfrage. Schon Ende 2020 steht der Standortvertrag allerdings wieder zur Verlängerung an, für die Logistik gilt zudem die Zusage, dass sie bis 2022 von Unilever selbst betrieben werden muss. 

Dass das Kleingedruckte in dem Vertrag durchaus relevant ist, hat das Unternehmen mit der Verlagerung der Großverbrauchersparte unter Beweis gestellt: Diese war vorbehaltlich weiterer Gespräche aus dem Standortvertrag ausgeklammert geblieben. Jetzt ist sie weg. Außerdem hat Unilever trotz des Vertrags Ende Mai angekündigt, dass auch in der Produktion 80 Stellen wegfallen sollen. 

Im September beginnen Gespräche

"Die Veränderungen an unserem Standort sind eine Chance für die dort verbleibende Produktion und Logistik“, betont der Sprecher. Der Heilbronner Betriebsratschef Thilo Fischer bestätigt, dass im Rahmen des Interessenausgleichs für die Großverbrauchersparte auch vereinbart wurde, dass im September Gespräche beginnen, bei denen die neuen Strukturen am Standort festgelegt werden sollen. Auf diese Weise möchte Thilo Fischer die verbleibenden Bereiche Produktion und Logistik stabilisieren.

Verschiedene Optionen

"Die Neuordnung des Standorts soll gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Beschäftigten vor Ort erfolgen“, betont von Hamburg aus auch der Firmen-Sprecher. "Dazu haben wir eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit allen möglichen Optionen befasst.“ Konkrete Ergebnisse, die mit der Stadt Heilbronn besprochen oder gar veröffentlicht werden könnten, gibt es bislang allerdings noch nicht. 



 

 

Galerien

Regionale Events

Digitale Azubimesse

Mehr als 50 Unternehmen stellen von 14. bis 20. Februar ihr Aus- und Weiterbildungsangebot digital vor.

Neuer Impfpunkt

Die Stadt Heilbronn ergänzt ihr Impfangebot um die Harmonie.