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Mehr autonome Autos, weniger Stau

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Visionen gibt es viele. Was passiert aber wirklich, wenn im Stadtverkehr plötzlich autonome Fahrzeuge unterwegs sind? Gibt es dann weniger Stau? Wie verändern sich die Fahrtzeiten? Und welchen Raum nehmen dann Fußgänger und Radfahrer ein, die nicht mit Sensoren ausgestattet sind? Für die Zukunft der Mobilität sind das entscheidende Fragen.

Fahrzeit reduzieren

Antworten darauf soll eine Studie geben, die Audi zusammen mit der Verkehrsberatung Mobility Partners aus dem Umfeld der TU München und dem Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ausgearbeitet hat. Das Ergebnis lässt sich diese Woche im Neckarsulmer Audi-Forum bestaunen. Martin Margreiter von den Mobility Partners ist vor Ort, um die Studie und das englischsprachige Exponat zu erklären – gebaut wurde der Simulator für die E-Tron-Premiere in Kalifornien.

Auf einer typischen Pendlerstrecke lässt sich die Fahrzeit demnach um ein Drittel reduzieren, wenn auf den Straßen nur noch Roboterautos unterwegs sind. Wie das geht, erklären Margreiter und Tilman Schneider, der bei Audi für Trendkommunikation zuständig ist: Durch eine intelligente Verkehrssteuerung, geringere Sicherheitsabstände zwischen den einzelnen autonomen Fahrzeugen und auch, weil dann mehr Menschen bereit wären, Fahrten zu teilen. Davon gegen die Experten nämlich aus.

Keine Mitfahrer

Die Autoren der Studie sind aber realistisch genug, dass sie nur eine geringe Erhöhung des Werts annehmen, wie viele Passagiere gleichzeitig in einem Auto sitzen: Steigt dieser nur von derzeit 1,1 auf 1,3 Personen an, gibt es zur Rushhour keinen Stau mehr.

Allerdings gibt es auch gegenläufige Entwicklungen, wenn autonome Fahrzeuge zur Regel werden: Durch Leerfahrten könnte die durchschnittliche Zahl der Mitfahrer sogar unter 1,0 rutschen. Weil autonome Fahrzeuge alle Verkehrsregeln einhalten, kommt es zunächst zu zusätzlichen Verzögerungen. Positive Auswirkungen auf den Verkehrsfluss erwarten die Experten bei einem Anteil von 40 Prozent autonomer Fahrzeuge am Gesamtverkehr.

Für die Studie haben die Forscher reale Verkehrsdaten aus Ingolstadt untersucht. In Ingolstadt gibt es wie in den meisten US-Städten viele Autos und wenig öffentlichen Nahverkehr. Fahren alle Autos autonom, könnte auf allen vierspurigen Straßen in Ingolstadt ein Fahrstreifen zum Fahrradweg werden.

 

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