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Überraschender Abschied

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Jugendreferentin Alexandra Rathmann verlässt Talheim zum Jahresende. Diese Nachricht überraschte die Gemeinderäte in ihrer letzten Sitzung 2018. Bürgermeister Rainer Gräßle versicherte, dass das Jugendhaus nicht schließen muss: Es gibt kurzfristig eine Übergangslösung.

Kaum Bewerbungen

Den Jahresbericht der Offenen Jugendarbeit erhielt der Talheimer Gemeinderat dann auch nicht von der Jugendreferentin. Weil sie erkrankt war, übernahm Tobias Dobler, Fachbereichsleiter bei der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn (DJHN), den Vortrag in sehr verkürzter Form.

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen teilte Dobler mit, dass Alexandra Rathmann geht, und löste damit Betroffenheit aus. "Die Talheimer Jugendarbeit kann keine große Unterbrechung brauchen“, sagte Gemeinderätin Eva Volz (SPD). Es gebe eine Übergangslösung mit weniger Öffnungszeiten, versicherte Tobias Dobler. Die Stelle sei auch schon ausgeschrieben, aber: "Die Bewerbungen sind rar.“ Bürgermeister Rainer Gräßle erachtete es als wichtig, dass weiterhin "das Angebot der Diakonischen Jugendhilfe besteht“.

Gute Besucherzahlen

Nach dieser Botschaft verlor der von Jugendreferentin Alexandra Rathmann verfasste Jahresbericht etwas an Bedeutung und Beachtung. Der Bericht beschreibt die Angebote und Arbeit im Talheimer Jugendhaus von September 2017 bis November 2018. An der Entwicklung der Besucherzahlen konnten die Ratsmitglieder ablesen, dass sowohl der offene Betrieb, als auch die Mädchennachmittage gut besucht waren. Durchschnittlich zehn Jugendliche kamen dienstags, donnerstags und freitags zu den offenen Betriebszeiten ins Jugendhaus.

Der Mädchentreff, immer freitags, stand allen Mädchen ab der dritten Klasse offen. Auch hier war die Besucherzahl mit zehn bis 13 Mädchen gut. Die Mädchen bastelten und spielten oder sie kochten miteinander. Aber auch gemeinsames Nichtstun, Entspannen und Reden waren wichtige Teile des Angebots.

Wichtige Themen

In der Adventszeit wurden in der Weihnachtswerkstatt Geschenke hergestellt, Plätzchen gebacken und das Jugendhaus dekoriert. In Gesprächen mit der Jugendreferentin kamen im Mädchentreff Themen wie Freundschaft, Familie, Schule und Sexualität auf die Tagesordnung. In Ruhe beschäftigten sich die älteren Mädchen mit der Entwicklung des eigenen Körpers in der Pubertät.

Im Jahresbericht der Jugendreferentin steht auch, dass Anfang 2018 eine Gruppe junger Frauen Interesse an einem Mädelsabend angemeldet hat. Von Januar bis Ende Juni fand dieser Mädelsabend dann in zweiwöchentlichem Rhythmus statt. Die Themen waren spielen, kochen und das Erwachsenwerden. Nach den Sommerferien war der Mädelsabend aber nicht mehr länger nachgefragt.

Beliebte Aktionen

Offene Jugendarbeit war ein wichtiger Bestandteil des 50-Prozent-Auftrags von Alexandra Rathmann. In diesen zwanglosen Treffen kam es immer wieder zu wertvollen Gesprächen zwischen der Referentin und den Jugendlichen. Besonders hob sie in dem Jahresbericht das gemeinsame Kochen und Essen mit festen Ritualen an Freitagabenden hervor.

Zu den beliebten Aktionen außerhalb der normalen Öffnungszeiten gehörten eine große Kinderdisco und eine Übernachtung im Jugendhaus. Alexandra Rathmann betonte, dass die Offene Jugendarbeit von den Talheimer Jugendlichen gut und gern angenommen wurde.

 

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