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Nervenkitzel in der Manege

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Haarscharf an der Kollision vorbei: Drei Motorräder kreisen mit bis zu 60 Stundenkilometern in einer Metallkugel in der Manege. Als drei weitere Motorradfahrer sich in die Kugel zwängen, geht ein Raunen durch die Menge. "Zu sechst!?“ fragen sich manche Besucher entsetzt. Das Licht geht aus und die Motorräder wirbeln mit bunten Leuchten bestückt durch die Stahlkugel, die nur fünf Meter Durchmesser misst.

Pyramide in zehn Metern Höhe

Selbst der etwas unangenehme Geruch der Motorrad-Abgase kann die Begeisterung nicht dämmen – die Premiere des 20. Heilbronner Weihnachtszirkus' kommt an. Die Vorstellung am Mittwochnachmittag war mit 2400 Besuchern ausverkauft. Beim Auftakt vor 20 Jahren hatte der Zirkus noch ein Zelt mit nur 600 Sitzplätzen.

Mit hohem Tempo und großer Spannung geht es besonders durch die zweite Hälfte des Programms. Neben der Motorrad-Nummer zeigt die Truppe Robles aus Kolumbien auch ihr Talent auf dem Hochseil. In zehn Meter Höhe balanciert die siebenköpfige Truppe als Pyramide gleichzeitig über das Drahtseil, eine Leistung, mit der sie den Weltrekord hält. "Man spürt die Leidenschaft und das kolumbianische Temperament“, lobt Zirkusdirektor Sascha Melnjak.

Auf Wunsch der Fans

Weiteren Nervenkitzel beschert Alexander Lichners. Sein Trapez schwingt in schwindelerregender Höhe hin und her, während er nur mit den Zehen daran hängt.

Zum 20. Geburtstag des Zirkus durften sich Zirkusfans in einer Umfrage einen Act der vergangenen Jahre wünschen. Mit einem Drittel wählten sie die Truppe Sokolov aus Russland. Die Schleuderbrett-Artisten katapultieren sich immer höher, drehen Saltos und Schrauben in der Luft. Als ein Artist am Anfang der Nummer stürzt, verzeiht das Publikum dies schnell. Derselbe Artist steht ein paar Minuten später auf Stelzen und wird auf einen Hochstuhl geschleudert. Tosender Applaus und Gejohle brechen aus.

Eleganz und Komik

"Spinnenfrau“ Rich Metiku aus Äthiopien verbiegt sich in unmögliche Positionen. Das Publikum ist fasziniert. "Ihre Ausstrahlung und Persönlichkeit machen diese Darbietung so außergewöhnlich“, findet Melnjak. Er stellte das Programm zusammen, suchte preisgekrönte Artisten und die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Nationalzirkus. Auf dessen anmutige und wilde Pferde und exotische Kamele folgen Petra und Roland Duss mit ihren Seelöwen, die Bälle auf der Nase jonglieren.

Für Unterhaltung bei der Echo-Familienvorstellung sorgt Clown Gino. Witzig und charmant spielt er mit dem Publikum, stellt aus ihnen ein Orchester zusammen, verkuppelt Zuschauer mit Akrobatinnen und bringt Luftballons mit unsichtbaren Pfeilen zum Platzen.

 

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