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Strom und Wasser fürs Blacksheep-Festival?

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Es wäre Vereinsförderung der besonderen Art: Aus Bonfeld kommt der Wunsch, mit Unterstützung der Stadt im Schlosspark einige Strom- und Wasserleitungen zu installieren. Vorteil: Für Veranstaltungen wie die Kerwe und das Festival der Blacksheep-Kulturinitiative müssten nicht mehr jedes Mal aufs Neue die Anschlüsse auf dem Gelände verlegt werden. Die Stadt kann sich das grundsätzlich vorstellen, aber nicht in der Größenordnung wie von der Kulturinitiative Blacksheep erhofft.

Strom und Wasser

"Die ganzen Veranstaltungen im Schlosspark werden von Ehrenamtlichen gestemmt", wirbt Ulrich Schneider für die Investitionen durch die Stadt. Sich bei jedem Fest um Strom und Wasser kümmern zu müssen, sei enorm aufwendig. "Da ist die Frage, ob man das nicht einfacher hinbekommt", sagt Schneider, der Vorsitzender der Blacksheep-Kulturinitiative ist. Einfacher: Aus Sicht der Bonfelder heißt das fest eingebaut.

Konkret gehe es darum, eine Frischwasserleitung in den hinteren Park-Bereich zu verlegen, beschreibt Ulrich Schneider das Maßnahmenpaket. Außerdem würden zwei zusätzliche Starkstrom-Kästen benötigt und etwa 200 bis 300 Meter Leitungen. "Wir wollen nicht 100 Steckdosen haben", sagt Ulrich Schneider. "Die Unterverteilung machen wir."

Damit meint er fürs Festival: Von diesen errichteten Verteiler-Kästen werden beispielsweise noch Stromkabel zu den Bühnen verlegt. Wären die Leitungen vorhanden, fiele aber ein Teil der Arbeiten weg. So wären Ehrenamtliche entlastet, die bislang immer Schläuche ausrollen und Kabel ausbringen müssen, sagt er. Bei der musikalischen Großveranstaltung gäbe es noch einen weiteren Vorteil: Bislang muss die Kulturinitiative immer wieder aufs Neue ein Stromaggregat besorgen.

Auch Steuergelder sind endlich

Die Stadtverwaltung hat sich mit dem Vorschlag aus Bonfeld befasst und Kosten in einer Größenordnung von 110.000 Euro ermittelt, sagt Hauptamtsleiter Wolfgang Franke. Noch unter Zeiten von Oberbürgermeister Hans Heribert Blättgen sei für die Verwaltung aber klar gewesen, dass die Kommune diese Summe nicht allein stemmen kann.

Es gehe um Steuergelder, "die sind auch endlich", zeigt Wolfgang Franke Grenzen des Machbaren auf. Eine klare Absage ist das nicht. Franke betont: "Wir würden schon ein Stück weit helfen." Angedacht sei, ob sich die Stadt über die übliche Vereinförderung an dem Ausbau des Schlossparks beteiligt. Dann übernähme Bad Rappenau 25 Prozent der Ausgaben.

Kosten im Visier

Es soll weitere Gespräche geben. Wichtig sind der Stadt aber auch Zahlen. So will das Rathaus wissen, wie viel Euro jährlich für diese Festival-Infrastruktur ausgegeben werden muss, beziehungsweise: wie viel Geld dadurch letztendlich eingespart wird.

Ulrich Schneider geht diese Aufteilung nicht weit genug. Dass Blacksheep 75 Prozent der Kosten übernehmen soll, "das kann auch nicht funktionieren". Die Kulturinitiative ist bereit, ihren Beitrag zu leisten. "Die Schmerzgrenze liegt bei 20.000 Euro", sagt Schneider, der ohnehin die im Raum stehenden Kosten hinterfragt. Er denkt, dass die Stadt die Kabel zu perfekt verlegen wolle. Abstufungen und damit Einsparungen wären sicherlich möglich.

Und man könne es in mehreren Schritten ausführen, also zunächst nur mit dem Strom beginnen. Blacksheep setzt auf die Stadt. "Wir geben die Hoffnung nicht auf."

 

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