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Eine Schule mit Ethos und Musik

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Auch in Zeiten von G8 haben Gymnasiasten noch Zeit und Lust, sich acht Jahre lang in musikalischen AGs ihrer Schule einzubringen. Was dabei herauskommt, bewies eindrucksvoll das Sommerkonzert des Justinus-Kerner-Gymnasiums (JKG): Es war ein Abend mit einem fulminanten Programm von Händel über die Blues Brothers bis hin zu Body Percussion. Dazu kam noch eine Ehrung, die dem Gymnasium den Titel "Weltethos-Schule“ zuerkannte. 

Mystische Klänge

Mit dem Attribut "wunderbar spritzig“ machte Schulleiter Jürgen Kovács die Gäste in der voll besetzten Hildthalle neugierig und betonte, dass ein solches Ereignis immer ein ganz besonderes Zusammentreffen für Schüler, Eltern und Lehrer sei. Mit mystischen Klängen aus Schweden und einem Menuett von Händel eröffnete das Unterstufenorchester den musikalischen Part. Der stark besetzte Unterstufenchor brachte dann einen ersten Vorgeschmack auf den Konzerttitel "Body & Rhythm“. Spektakuläres Stampfen, Finger schnippen, dazu ein pfiffiges "Dipdipdip, dubidubida“ – das waren Elemente, die dem Publikum schnell Lust auf mehr machten. 

Dafür war dann das Musikprojekt der fünften Klassen zuständig. Genau 100 Schüler lieferten ein unglaubliches, fast halbstündiges Spektakel ab, was so alles an Instrumenten und am Körper rhythmusfähig ist. Und das alles mit großer Präzision, Disziplin und offensichtlicher Begeisterung. Mal mit diversen Trommeltönen und Boomwhackern, mal mit Body Percussion, dann wieder als Tücher- oder Bändergymnastik oder als Lichter- und Hip Hop-Show.

Projektarbeit

Das i-Tüpfelchen dazu: Verantwortlich zeichnete Sarah Ringwald, die im Sommer 2015 am Kerner-Gymnasium Abitur gemacht hatte und als Schülerin stets selbst auf der Bühne gestanden hatte. "Ich studiere jetzt in Mannheim Musik und dies ist meine Projektarbeit unter dem Titel transkulturelle und heterogene Musik“, erklärte sie der Heilbronner Stimme. Eine Idee, die ihr von allen Seiten höchste Anerkennung und lautstarken Beifall einbrachte. 

Nach der Pause ging’s mit den exzellenten Stimmen des Vokalensembles aus der Oberstufe weiter. Das Kammerorchester und der Mittel- und Oberstufenchor hatten sich Film- und Musicalmelodien ausgesucht. "Singen bringt mehr als Therapie“, hörte das Publikum beispielsweise als "medizinische Weisheit“ aus dem Film "Pitch Perfect“. Zum Abschluss lieferte die Big Band den perfekten Swing und Groove mit ihrem Tribut an die Blues Brothers.

"Weltethos-Schule"

"Für mich war gefühlt die halbe Schule auf der Bühne“, begeisterte sich Kovács im Finale. Und bedankte sich vor allem auch bei den Musiklehrern Frederike Gunesch, Judith Kuhnle, Adrian Lewczuk und Sportlehrerin Karin Pfeiffer für perfekte Einstudierungen.

Eingebettet ins Konzert war die Verleihung des Titels "Weltethos-Schule“ an das Gymnasium. Julia Willke von der Stiftung Weltethos betonte, dass das JKG "eine Fahne hisse für Weltoffenheit und Toleranz“. Die Schule sei ein Mikrokosmos, jeder müsse dort erfahren, was Demokratie an Entfaltung biete. Für das Gymnasium bedeutet die Anerkennung unter anderem auch Versorgung mit Lehrmaterial zum Thema Ethtik, Religion, Geschichte und Demokratie.

 

 

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