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Stolz auf innovative Ideen

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Schaltpläne, Platinen, Roboterarme und dazu jede Menge hochkomplizierte Titel – wer in der Welt der Technik nicht zu Hause ist, der läuft am Samstag mit vielen Fragezeichen im Kopf durch die Wilhelm-Maybach-Schule (WMS). Dort präsentieren 60 frischgebackene Techniker ihre Welt. 38 Abschlussarbeiten im Bereich Maschinentechnik und weitere 22 im Bereich Automatisierungstechnik Mechatronik zeigen, wie innovativ die Schüler der WMS sind. 

Plattform

Für Schulleiter Dieter Thumm ist die Präsentation der Technikerarbeiten eine gute Plattform, um Betrieben, aber auch der Öffentlichkeit zu zeigen, auf welchem Stand die Schule ist. "Wir sind teilweise durchaus im High-End-Bereich unterwegs, auf der Ebene, auf der sie mit Ingenieuren zusammen arbeiten“, betont er. Deswegen seien die Schüler auch zurecht stolz auf ihre Leistungen

Entwicklungen

Zukunftsorientiert war Fabian Foshags Arbeit. Bei der Firma CSI Entwicklungstechnik hat der Bad Rappenauer ein Ladeklappenmodul für einen elektrischen Audi R8 entworfen. „Ich bin sehr autoaffin und E-Mobilität ist die Zukunft, deswegen hat mich das Thema sofort interessiert“, erzählt er. Einfach zu bedienen, ausreichend stabil und fast nahtlos in die übrige Karosserie übergehend – das sollte das Modul bringen. "So ein normaler Tankdeckel ist da natürlich nichts.“ Foshag skizziert acht Konzepte, befragt auch das Team der Firma, um sich deren Wissen und Erfahrung zu Nutze zu machen. Am Ende siegt die Idee einer Säule mit Steckdosen, die einfach im Auto verschwindet und noch so manch anderes technisches Detail besitzt. Um das Ganze anschaulich zu machen, nutzt Foshag den 3D-Drucker – der ist volle 130 Stunden beschäftigt. "Ich hab die Teile erst am Dienstag bekommen und dann musste ich noch die anderen Stücke dazu bauen, aber es hat alles geklappt“, ist er erleichtert.

Julian Knechts Arbeit war dagegen Anfang des Jahres schon auf einem ersten Messeeinsatz. Die Firma Provitec wollte von ihm ein Konstrukt, mit dem sie ihr System in Sachen Robotertechnik darstellen kann. Das Ergebnis ist ein Roboterarm, der einen Zauberwürfel löst. "Auf der Euroguss hat er aber noch zehn Minuten gebraucht, mittlerweile bin ich bei vier Minuten“, erzählt der Oedheimer.

Schaltplan

Gereizt hat ihn an dem Projekt, dass da alles drin ist, was Automatisierung beinhaltet: Konstruktion, Programmierung und Inbetriebnahme. "Ich habe die Zelle für den Arm entworfen, den Schaltplan erstellt, alles montiert und die Fahrbewegung des Roboters programmiert.“ Der scannt die Farben des Würfels, und das System berechnet die Lösungsbewegungen, die die Hand dann ausführt. 

An diesem Tag werden auch die neuen Schüler begrüßt, die sich bei der Präsentation umschauen können. "Dieser Austausch ist uns sehr wichtig, damit sie erkennen, dass das ein Fulltime-Job ist, in den man sich wirklich reinhängen muss“, erklärt Schulleiter Thumm. Um dann zwei Jahre später ebenfalls hier zu stehen.

 

 

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