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Vom All in die Hauptstraße

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Beim Üben klingt die Grußbotschaft, die bis zur Internationalen Raumstation (ISS) schallen soll, noch ein wenig leise. Doch als es darauf ankommt, ruft ein Chor aus 5.000 Kehlen ein kräftiges "Hallo Alex!" in den Künzelsauer Abendhimmel.

Trotz Hitze sind alle da

Ein bewegter Alexander Gerst klatscht Beifall, als der Ruf mit fünf Sekunden Verzögerung auf der ISS ankommt. "I hear you loud and clear. Hallo Hohenlohe, hallo Künzelsau", hatte der Astronaut wenige Sekunden zuvor pünktlich um 17.15 Uhr die Menge in der Künzelsauer Innenstadt begrüßt. Noch eine halbe Stunde zuvor gab es große Lücken in der Hauptstraße. "Die Leute haben das bei der Hitze genau richtig gemacht. Sie sind spät gekommen aber zum Start waren alle da", freut sich Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann.

Einblicke in die Arbeit auf der ISS

Es ist fast wie vor vier Jahren beim ersten Live-Call mit dem Künzelsauer Astronauten. Ein gut gelaunter Alexander Gerst zeigt spielerisch wie die Schwerkraft wirkt, macht Scherze und beantwortete geduldig alle Fragen. "Es sieht im Hintergrund ein wenig unaufgeräumt aus, aber das liegt daran, dass gerade viele Prozesse parallel ablaufen. Wir nehmen uns sogar gegenseitig Blut ab", gibt er auch einen echten Einblick in seine Arbeit. 

20 Minuten die im Flug vergehen

Dabei betont Gerst, wie schnell er sich, bei seinem zweiten Aufenthalt nach 2014, auf der ISS zurechtgefunden hat. "Das erste Mal hier kann einen schon umhauen, das zweite Mal war schon viel entspannter. Das ist so, wie wenn man nach Künzelsau zurückkommt, wenn man lange weg war", schildert der 42-Jährige. Und er beschreibt, wie sein Arbeitsalltag auf der ISS abläuft. "Das ist fast wie auf der Erde, wir arbeiten von 7.30 bis 19 Uhr, dann essen wir, machen Sport und haben eine Stunde Freizeit", erzählt er den Zuschauern, die besonders aufmerksam zuhören, wenn Gerst nachdenkliche Töne anschlägt. "Ein Blick aus dem Fenster auf Blitze, ein tropisches Gewitter oder Großtädte bei Nacht, das ist einfach nur wunderschön", so Gerst während der 20-minütigen Live-Schaltung, die wie im Flug vergeht.

Welcome-Party wird schon geplant

"Es war wieder einfach toll und wir freuen uns schon auf die zweite Welcome-Party, die wir für Alex im nächsten Sommer machen wollen. Das wir eine Riesensause", kündigt Stefan Neumann schon das nächste Großevent an. Und wer vom Live-Call mit Astro-Alex und der ISS noch nicht genug hat, kann heute nachlegen. Denn zum Höhepunkt der längsten Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts ist die ISS über Deutschland. "Um 22.31 Uhr sind wir von Hohenlohe aus besonders gut zu sehen", sagt Alexander Gerst zum Abschluss der Live-Schaltung. 

 

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