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Ein Parkhaus für Räder

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Pendler bekommen ein Fahrradparkhaus am Bahnhof in Heilbronn. Dort können Radfahrer ihr Gefährt einhängen, vollautomatisch sucht es sich dann einen von 120 Plätzen. Heilbronn wäre damit die dritte Stadt in Baden-Württemberg nach Rutesheim und Offenburg, die so eine Parkhaus hat. Vor der Bundesgartenschau wird das Vorhaben allerdings nicht mehr verwirklicht. 

Kräftiger Zuschuss vom Bund

Verkehrsthemen sorgen in der Regel für hitzige Diskussionen. Streit gab es auch schon ums geplante Fahrradparkhaus. Diesmal dagegen große Einigkeit im Gemeinderatsgremium mit nur vereinzeltem, leisem Zähneknirschen. Hatte es doch - auch zur Überraschung der Stadtverwaltung - noch einmal einen kräftigen Zuschuss für den Bau des Fahrradparkhauses vom Bund gegeben. 

80-Prozent-Förderung

Die Freude des CDU-Sprechers Thomas Randecker war so groß, dass er einen Tagesordnungspunkt zu früh begann, seine Mitstreiter und sich zu loben. Denn nur weil CDU, FDP und FWV im Herbst 2017 das Thema vertagen ließen und der Verwaltung den Wunsch mit auf den Weg gaben, nach weiteren Fördermöglichkeiten zu suchen, wird das Fahrradparkhaus für Heilbronn nun eine äußerst günstige Sache. Von den 533.000 Euro Investitionskosten muss die Stadt nur 109.000 Euro selbst bezahlen. "Es lohnt sich eben, manchmal eine Runde zu drehen", sagte Randecker. Gottfried Friz (FDP) setzte eins drauf: "Jetzt können sich alle, die das zügig durchziehen wollten, bei uns bedanken."  

Artig schloss Birgit Brenner (Bunte Liste) mit einem "besonderen Dank an Herrn Randecker" - und erntete damit Gelächter und Gejohle. Tanja Sagasser-Beil (SPD) wies noch darauf hin, dass "auch unsere Beharrlichkeit" zum Erfolg beigetragen habe. Und Eva Luderer (Grüne) stichelte, sie wolle die Reaktionen sehen, "wenn wir bei einem Autoparkhaus auf 80 Prozent Förderung bestehen". 

Lage und Gestaltung des Parkhauses

Der Turm soll rechts vom Bahnhofs-Empfangsgebäude neben das Alte Postamt gebaut werden, erklärte die Leiterin des Amts für Straßenwesen, Christiane Ehrhardt. Seine Gestaltung ist noch offen. Möglicherweise könnte er eine Glasfassade bekommen oder eine, die sich an der Stelle einfügt.

Erst nach Buga möglich

Baubürgermeister Wilfried Hajek wies darauf hin, dass die offizielle Zusage für die Förderung - eigentlich eine Formalität - noch nicht vorliege. Und dass der Bau wohl erst nach der Buga im kommenden Jahr möglich sei. 

Einen Vorschlag wurde Wolfgang Palm noch los: Warum suche man nicht in den Autoparkhäusern nach Möglichkeiten für Fahrradabstellplätze. Die Stadtverwaltung nahm den Punkt mit auf.

 

 

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